Long-COVID: Hausärzte sind erste Anlaufstelle

Umfangreiche Leitlinie / Vertrauensbasis sorgt für optimale Behandlung
Salzburger Landeskorrespondenz, 21. September 2021

(LK) Die Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) hat im Auftrag des Gesundheitsministeriums eine sehr umfangreiche Long-COVID-Leitlinie erstellt. „Diese Leitlinie bietet einen Pfad für eine Long-COVID-Behandlung und richtet sich an die hausärztlichen Primärversorger beziehungsweise alle medizinischen Erstkontakteinrichtungen. Sie soll vor allem den Zugang für die Patientinnen und Patienten einfacher gestalten“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

„Die vielen Gespräche in den vergangenen Monaten mit Expertinnen und Experten bestätigen mir die Sinnhaftigkeit eines einfachen Zuganges,“ so Gesundheitsreferent Christian Stöckl. Auch das Uniklinikum Salzburg und das Schwerpunktkrankenhaus Schwarzach sind intensiv in das System eingebunden, speziell die neurologischen Abteilungen. Für die Notwendigkeit von stationärer Rehabilitation, um Patientinnen und Patienten, die an Long-COVID leiden, umfassend zu behandeln, versichern die Träger der Sozialversicherungen, dass in allen betreffenden Bereichen ausreichend Kapazitäten vorhanden sind und es zu keinen längeren Wartezeiten kommt. Auch ambulante Reha-Einrichtungen stehen insbesondere im Uniklinikum Salzburg zur Verfügung.

Dachs: „Hausärzte als erste Anlaufstelle.“

Diese legt genaue Behandlungspfade für die einzelnen Symptome fest und definiert welche Spezialistinnen oder Spezialisten eingebunden werden sollten. „Für die Diagnose und Festlegung des weiteren Behandlungsverlaufs ist die Berücksichtigung von Vorerkrankungen sehr wichtig, was auch für die Hausärztinnen und Hausärzte als erste Anlaufstelle spricht“, betont Dr. Christoph Dachs Präsident der ÖGAM.

10 Prozent leiden an Long-COVID

Wenn Beschwerden nach einer akuten Covid-19 Infektion nicht abklingen oder neue Symptome hinzukommen, spricht man von Long-COVID. Diese können sowohl nach schweren als auch nach milden und moderaten Verläufen auftreten. Sie bestehen über einige Wochen bis viele Monate und es kann dabei zu einer geringfügigen Leistungsminderung bis hin zu andauernden Krankheitszeichen kommen und bedeutet immer Einschränkungen im Alltag. „Bei mehr als zehn Prozent aller Covid-19 Patienten ist das der Fall und es kann jeden treffen – auch junge und sportliche Menschen“, so Dachs.

Selbsthilfe-Gruppen

Interessant für alle Betroffenen ist auch eine Plattform für Long-COVID-Patientinnen und Patienten, die von der Selbsthilfe Salzburg geschaffen wurde und über die auch medizinischen Kontakte zu Expertinnen und Experten kommuniziert werden. LK_210921_21 (bk/mw)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum