Vom Pongau bis an die Adria

Reportage aus dem Tauernbahnmuseum in Schwarzach / EU fördert vergrößerte Ausstellung und Archiv
Salzburger Landeskorrespondenz, 17. October 2021

(LK)  Das Tauernbahnmuseum in Schwarzach wirft einen umfangreichen Blick auf 120 Jahre europäische Zuggeschichte vom Pongau bis nach Triest. Doch nicht nur die Vergangenheit, auch die Zukunft ist den Betreibern ein Anliegen: Mit Hilfe von EU-Unterstützungen für den ländlichen Raum konnten kürzlich zusätzliche Ausstellungsflächen sowie ein eigenes Archiv geschaffen werden.

 

„Hier im Tauernbahnmuseum ein paar Stunden zu verweilen und in der Geschichte zu stöbern, ist ein besonderes Erlebnis für Jung und Alt. Durch den von der EU finanzierten Umbau einer alten Bedienstetenwohnung im Haus gibt es jetzt noch mehr Platz zum Ausstellen sowie ein großzügiges Archiv für Schätze aus vergangenen Tagen. Die Leader-Förderungen sind hier in der Region bestens investiert und stärken das Kulturangebot im ländlichen Raum“, so Landesrat Josef Schwaiger beim Lokalaugenschein.

Kaiserliche Bahnstrecke

Liegt hier etwa Geschichte in der Luft? Wenige Meter entfernt vom modernen Bahnhof Schwarzach führt die Reise vom Jahr 2021 plötzlich in die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Der Grund: Zu Zeiten der Donaumonarchie war eine direkte Zugverbindung von Schwarzach bis hin zum Kriegsmarinehafen in Triest eines der großen Verkehrsprojekte, eröffnet wurde die Strecke 1905. Heute zeugt vor allem der noch immer benutzte Bahntunnel durch die Hohen Tauern vom Gasteinertal in das Kärntner Mölltal davon. Im Tauernbahnmuseum Schwarzach dreht sich alles um eben diese historische Zugstrecke.

Köstinger: „Ein Wunsch ging in Erfüllung.“

Loks und Waggone aus vergangenen Tagen, alte Weichensteller, Fahrkarten aus anno dazumal und vieles mehr, das Tauernbahnmuseum Schwarzach weiß mit unzähligen kostbaren Exponaten zu überzeugen. „Durch die EU-Förderung haben wir eine alte Bahnhofs-Bedienstetenwohnung umbauen können, heute nutzen wir sie für eine zusätzliche Ausstellung und haben uns endlich ein großes Archiv einrichten können, das haben wir uns schon lange gewünscht“, freut sich Michael Köstinger, Obmann des Tauernbahnmuseums.

Ländlicher Raum wird gestärkt

Zum Umbau der Wohnung wurden insgesamt fast 123.000 Euro an EU-Leader-Geld ausgeschüttet. Leader ist ein Förderprogramm, mit dem die EU seit 1991 Aktionen für den ländlichen Raum unterstützt.

Kallunder: „Museum für die Nachwelt.“

Für Birgit Kallunder, Leader-Managerin im Pongau, schlägt das Projekt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: „Zusätzlich zu den neuen Räumen haben wir mit der Förderung auch die Digitalisierung im Museum forciert: Im Archiv werden sämtliche Ausstellungsstücke genau katalogisiert und somit für die Nachwelt verständlich festgehalten.“

Haitzer: „Eine tolle Geschichte.“

Andreas Haitzer, Bürgermeister der Gemeinde Schwarzach, ist ebenfalls von den Neuerungen angetan: „Für uns als Gemeinde Schwarzach, dem Ausgangspunkt der Tauernbahn, ist dieses Museum von besonderer Bedeutung. Ich bin froh, dass hier durch die Leader-Förderung die alten Schätze im neuen Licht erstrahlen. Eine tolle Geschichte für alle Beteiligten.“ REP_211017_140 (luk/sm)

Medienrückfragen: Thomas Aichhorn, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 8284100, E-Mail: thomas.aichhorn@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum