Saalach bekommt in Wals-Siezenheim mehr Platz

Hochwasserschutz, Ökologisches Gleichgewicht und Naherholungsgebiet
Salzburger Landeskorrespondenz, 19. October 2021

(LK)  Das Bett und die Ufer der Saalach in Wals-Siezenheim wurden von vergangenen Hochwässern stark in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt startet eine umfangreiche Sanierung. „Der Fluss hat sich im Bett eingegraben, die Ufer sind stellenweise angerissen, zudem liegt im Trepplweg eine Erdgasleitung, die über 10.000 Haushalte versorgt. Hier wird nun für mehr Sicherheit gesorgt. Aber nicht nur das: Wir verbessern die Gewässerökologie und schaffen einen attraktiven, erlebbaren und grenzüberschreitenden Lebensraum für Mensch und Natur“, betont Landesrat Josef Schwaiger.

 

Die Saalach wird in Wals-Siezenheim auf einem 2,75 Kilometer langen Abschnitt zwischen 30 und 50 Meter aufgeweitet, der Hochwasserschutz verbessert sowie Flussbett und Ufer stabilisiert. Im Zuge der Sanierung wird auch der Siezenheimer-Steg neu errichtet.

Schwaiger: „6,5 Hektar mehr Platz.“

„Es entsteht hier neue Gewässerfläche in der Größe von 6,5 Hektar, das ist die Größe von rund zehn Fußballfeldern. Der Fluss bekommt wieder mehr Platz und die Anrainer Schutz vor Hochwasser. Wir haben uns bereits bei der Vorbereitung zu den Baumaßnahmen eng mit dem Naturschutz des Landes, der Landesumweltanwaltschaft und den NGOs abgestimmt“, fasst Landesrat Josef Schwaiger zusammen.

Kosten: 8,22 Millionen

Nicht nur das Projekt ist grenzüberschreitend, auch die Finanzierung. Von den Gesamtkosten in Höhe von 8,22 Millionen Euro trägt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Tourismus und Regionen 3,73 Millionen, das Wasserwirtschaftsamt Traunstein 3,46 Millionen, und die Gemeinden Wals und Ainring jeweils 0,51 Millionen Euro. Das gesamte Projekt wurde in enger Abstimmung mit den Bayrischen Nachbarn erstellt. In die Planung des Siezenheimer Steges wurden die Gemeinden Wals-Siezenheim und Ainring eng eingebunden.

Maislinger: „Gewinn für die Gemeinde.“

Bürgermeister Joachim Maislinger und die Gemeinde Wals-Siezenheim freuen sich über den Mehrfacheffekt des Hochwasserschutzprojektes. „Wir bekommen hier ein wunderbares Naherholungsgebiet und hoffen, dass sich die Ausweitung der Saalach auch positiv auf das Grundwasser auswirkt“, so Maislinger. 

Hochwasser- und Naturschutz im Einklang

Neben der Hochwassersicherheit steht bei der Sanierung der Saalachufer vor allem der Naturschutz im Mittelpunkt. Bei der Vorbereitung der Baumaßnahmen waren alle miteingebunden. „Ganz besonders wurde darauf geachtet, dass die Eingriffe während der Bauarbeiten so gering wie möglich sind und es werden neue Lebensräume geschaffen. Auch eine Verbindung Saalach mit dem Hinterland wird geschaffen, davon profitieren Flora und Fauna“, sagt Landesrat Josef Schwaiger.

Schaufler: „Maßnahmen werden begleitet.“

Landesumweltanwältin Gishild Schaufler betonte beim Start der Arbeiten an der Saalach: „Es geht nicht nur um das Endergebnis, sondern auch um den Weg dorthin. Wir wurden hier eingebunden und konnten begleitende Maßnahmen setzen, um hier zum Biespiel Vogelarten, aber auch Fledermäuse und andere umzusiedeln und damit zu schützen.“

Die Maßnahmen im Überblick:

  • Aufweitung und Verlegung der Ufersicherungen mitsamt Treppelweg und Erdgasleitung um 30 bis 50 Meter und eine Länge von zwei Kilometern.
  • Ufersicherung durch versteckte Maßnahmen
  • Strukturierung des Flussbettes
  • Gewässerökologische Aufwertung, Schaffung von Lebensräumen, Verbindung des Lebensraumes mit dem Hinterland.
  • Schaffung von 6,5 Hektar neuer Gewässerfläche
  • Neubau des Siezenheimer Steges

LK_211019_30 (mw/mel)

 

Diese Meldung wurde am 19.10. 2021 um 14.15 Uhr mit den Zitaten von Landesumweltanwältin Gishild Schaufler und Bürgermeister Joachim Maislinger ergänzt. 

 

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