Asiatische Bio-Pilze aus dem Flachgau

Höchste Qualität, Frische und kurze Transportwege / Land, Bund und EU fördern mit LEADER-Mitteln
Salzburger Landeskorrespondenz, 22. November 2021

(LK)  Viel Fachwissen und ein gutes Maß an Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn Andreas Eibl beim Edelpilz Shiitake die perfekten Bedingungen für die Aufzucht von den kaum sichtbaren Pilzsporen bis hin zur gesunden Spezialität schafft. „Er zeigt auf beeindruckende Art und Weise wie man mit Fleiß, sehr viel Lernbereitschaft und perfektem Handwerk in der Region ein sehr gefragtes Lebensmittel in höchster Qualität produzieren kann, das sonst von weit her importiert wird. Hier wird Nachhaltigkeit auf allen Ebenen gelebt“, sagt Landesrat Josef Schwaiger.

Andreas Eibl hat, um seine Vision zu verwirklichen, den stillgelegten Bauernhof seiner Eltern in Obertrum zu neuem Leben erweckt. „Bei einem Pilzzuchtkurs hat mich das Thema angesteckt und ich beschäftigte mich damit, wie man Edelpilze in größerem Stile biologisch und nachhaltig züchten kann. Es werden zirka 90 Prozent der Pilze aus dem Ausland importiert und ich dachte mir, es muss doch möglich sein, weniger aus fernen Ländern nach Österreich zu importieren“, beschreibt der Pilzprofi seine Motivation und ergänzt: „Dieser Gedanke wurde zu unserer Mission und verhalf unseren landwirtschaftlichen Betrieb zum Aufschwung.“

Hohe Ansprüche ans Klima

Für die Zucht wurden hauptsächlich die Sorten Austernpilz und Shiitake Pilz ausgewählt. Diese Sorten benötigen für die Zucht spezielle Substratblöcke, eine gleichmäßige Temperatur von 25 Grad und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 80 Prozent. „Die Pilze verbringen zirka 90 Tage im Anzuchtraum und werden anschließend mit den Substratblöcken in den Fruchtungsraum übersiedelt. In diesem herrscht ein anderes Klima. Nach zwei Wochen können die Pilze geerntet werden. Das Substrat kann nach der Ernte kompostiert und anschließend als Dünger auf den landwirtschaftlichen Flächen wiederverwertet werden“, erklärt Andreas Eibl.

Totalumbau schafft Grundlage für Pilzzucht

Für die aufwendige Pilzzucht musste das stillgelegte Stallgebäude in Obertrum komplett umgebaut werden. Klimatisierte Anzucht- und Fruchtungsräume, Lagerräume, Heizung, Kühlung, Verkaufsräume und vieles mehr. An den Kosten beteiligten sich Bund, EU und Land Salzburg aus dem Fördertopf LEADER.

Köstlich, gesund und nachhaltig

In seinem Hofladen und über Direktvermarktungspartner und an die Gastronomie verkauft Andreas Eibl nicht nur besonders köstliche, sondern auch nachweislich sehr gesunde Bio-Pilze in höchster Qualität. „Dazu kommt, dass durch die Produktion in der Region tausende Kilometer an Transportwegen und CO2, besonders bei diesem Produkt, eingespart werden können. Das Anzuchtsubstrat kann auf Feldern als Dünger verwendet werden und die Wertschöpfung bleibt in der Region“, betont Landesrat Josef Schwaiger.

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Redaktion: Landes-Medienzentrum