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Nr. 567 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 14. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Mag. Hagenauer und Dr. Solarz an Landesrätin Dr. Widmann betreffend Kultus im Landesbudget

 

 

Der Haushaltsansatz 39 − Kultus im Landesbudget ist im Hinblick auf seine Aktualität unter Berücksichtigung der Größenverhältnisse zu hinterfragen. Laut Volkszählung 2001 bekannten sich rund 4,5 % der Salzburger Bevölkerung zum muslimischen Glauben. Im Jahr 2011 betrug die Zahl der Menschen mit islamischer Religionszugehörigkeit (geschätzte) 27.377 Mitglieder. Damit ist der Islam die zweitgrößte Religionsgemeinschaft und sollte in etwa gleich stark wie die Evangelische Kirche (24.617 Mitglieder) gefördert werden. Auch die SerbInnen, die die zweitgrößte Zuwanderungsgruppe in Salzburg stellen, haben ihre serbisch-orthodoxen Zentren.

Der Buddhismus – seit 1983 eine staatlich anerkannte Religion in Österreich – findet mittlerweile ebenso eine beträchtliche Zahl an AnhängerInnen (ca 1.000 BuddhistInnen).

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten die

 

Anfrage:

 

1.      Wie erklärt sich der aktuelle Aufteilungsschlüssel dieser Förderungsausgaben und wofür werden diese Ausgaben verwendet?

2.      Wie werden die Verwendungsnachweise erbracht?

3.      Ist daran gedacht, in den zukünftigen Landesvoranschlägen auch die islamische Religionsgemeinschaft Salzburg, die serbisch-orthodoxe Kirche sowie andere Religionsgemeinschaften wie die Buddhistische Gemeinde Salzburg angemessen zu fördern?

4.      In welcher Höhe werden sich diese Förderungen bewegen?

 

 

Salzburg, am 23. Mai 2012

 

Mag. Hagenauer eh

Dr. Solarz eh