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Nr. 026 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(1. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Klubvorsitzenden Steidl und Thöny MBA betreffend die integrierte Planung von Gesundheit und Pflege

 

 

Im Gesundheitsbereich ist mit dem Regionalen Strukturplan Gesundheit eine mittelfristige Planung für die Krankenanstalten vorgegeben. „Palliativ- oder auch Nachsorgebetten“ sind im Regionalen Strukturplan abgebildet, sogenannte „Übergangsbetten“ fallen jedoch in den Pflegebereich und finden im RSG daher keinen Niederschlag. Auch die politischen Ressortzuständigkeiten von Gesundheit und Pflege sind in Salzburg getrennt.

 

Aufgrund der demographischen Entwicklung stehen die Bereiche Gesundheit und Pflege vor der Herausforderung, sich mehr und mehr abzustimmen. Vor allem die Versorgung von alten und alleinstehenden Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt ist nicht einfach. Sie können oft nicht nach dem Krankenhausaufenthalt direkt nach Hause zurück und benötigen meist intensive pflegerische Maßnahmen. Aufgrund der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung sollte für zukünftige Planungen der Bereich Gesundheit und Pflege in einer integrierten bzw. vernetzten Planung abgebildet werden, sodass Gesundheit und Pflege in Salzburg abgestimmt und im Sinne einer guten Versorgung der Bevölkerung gemeinsam geplant werden.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

Die Landesregierung wird aufgefordert,

 

  1. die Planungen im Gesundheits- und Pflegebereich zu vernetzen und abzustimmen,

 

  1. als Schnittstelle zu den Trägerorganisationen einen Pflegebeauftragten im Land Salzburg einzurichten,

     

  2. aufbauend auf den Planungen des Regionalen Strukturplans Gesundheit, Übergänge und Schnittstellen zu definieren und

 

  1. ein Konzept zu erarbeiten, das die Organisation für die Patient_innen aber auch Angehörigen beim Übergang in die Pflege unterstützt und begleitet sowie

  2. die Gesundheits- und Pflegeplanung mit demselben Planungshorizont darzustellen.

     

  3. Dieser Antrag wird dem Sozial-, Gesellschafts- und Gesundheitsausschuss zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

     

     

    Salzburg, am 27. Juni 2018

     

Steidl eh.

 

Thöny MBA eh.