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Nr. 0 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Mündliche Anfrage

 

des Abg. Zweiten Präsidenten Dr. Huber an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Stöckl betreffend die Einführung einer Allgemeinmediziner Ambulanz (AMA).

 

Derzeit stellt sich im Salzburger Landeskrankenhaus die Problematik, dass die Notaufnahme aufgrund eines hohen Patientenaufkommens unter Überlastung leidet. 63% dieser Patienten fallen nach dem Manchester Triage System in die untersten zwei Dringlichkeitskategorien. Fachlich gesehen wäre damit eine umfangreiche Diagnose und Behandlung wie sie in der Notaufnahme durchgeführt wird nicht notwendig. Wirtschaftlich gesehen führt dies außerdem zu extrem hohen Kosten, sowie einer deutlichen Verlängerung der Wartezeiten für die Patientinnen und Patienten.

 

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken gibt es z.B. an der Klinik in Innsbruck das Modell der Allgemeinmediziner Ambulanz (AMA). Hierbei werden die medizinisch leichter zu behandelnden Fälle von nicht ärztlichen Kräften (Pflegekräften) aus der Notaufnahme an diesen allgemeinmedizinischen Dienst verwiesen, wo sie effizienter und kostengünstiger weiterbehandelt werden können. Dies entlastet die stationäre Notaufnahme, um sich auf medizinisch schwerere Fälle zu konzentrieren, reduziert die Wartezeiten für Patienten.

 

 

Ich stelle deshalb an Sie gemäß § 78 a GO-LT folgende

 

mündliche Anfrage:

 

  1. Wie ist der derzeitige Stand der Umsetzung der Allgemeinmedizinischen Ambulanz in Salzburg?

 

                       Unterfragen ergeben sich aus der Beantwortung der Hauptfrage.

 

 

Salzburg, am 03. Oktober 2018