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Nr. 162 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Dr.in Dollinger, Klubvorsitzenden Steidl und Thöny MBA betreffend

regionale Tierschutzeinrichtungen

 

 

Seit Jahren ist ein steigender Zulauf hilfsbedürftiger Haus- und Wildtiere zu verzeichnen. Zwar freut sich etwa der Österreichische Tierschutzverein über jedes Tier, dem er auf einem seiner Gnadenhöfe ein neues und sorgenfreies Leben schenken kann, jedoch stoßen die Kapazitäten auch hier längst an ihre Grenzen.

 

In Salzburg gibt es einige Einrichtungen, wie etwa „Theo“ (hier werden aber keine Hunde genommen) oder den Fohlenhof, zu deren Aufgaben das Verwahren von Fundtieren gehört. Immer mehr Tiere werden ausgesetzt, abgegeben, verletzt gefunden, sind weggelaufen oder werden abgenommen. Daher werden landesweit mehr Kapazitäten benötigt, um diese Tiere entsprechend zu verwahren und zu betreuen.

 

Bisher gibt es im Pinzgau immer noch keine fachgerechte Einrichtung. Dies, obwohl ein im Verfassungs- und Verwaltungsausschuss am 26.11.2014 behandelter Antrag das konkret forderte: „Die Landesregierung wird beauftragt, mit den Pinzgauer Tierschutzorganisationen innerhalb eines Jahres ein Konzept zur Errichtung eines zeitgemäßen Tierheimes im Pinzgau zu erarbeiten, das folglich umgehend umzusetzen ist.“ In diesem Ausschuss (und im LT am 17.12.2014) wurde lediglich mehrheitlich (gegen die Stimmen der SPÖ und FPÖ) beschlossen, dass die Landesregierung beauftragt wird, „mit den Pinzgauer Tierschutzorganisationen innerhalb von sechs Monaten ein Konzept zur finanziellen Unterstützung von regionalen Tierschutzorganisationen hinsichtlich Tätigkeiten der Verwahrung von Fundtieren sowie für zusätzliche Subventionen für Tätigkeiten lt. § 15 TSchG zur Versorgung bei Krankheiten und Verletzungen zu erarbeiten, das folglich umgehend umzusetzen ist.“

 

2014 gab es im Pinzgau noch zwei Einrichtungen – eine davon musste zwischenzeitlich schließen – sie zählten 2014 insgesamt 200 Fundtiere und andere in Not geratene Tiere, die versorgt werden mussten, während die amtliche Statistik eine marginale Anzahl diesbezüglich auswies.

 

Seither ist vor Ort keinerlei Verbesserung erzielt worden, die Situation im Pinzgau, aber auch landesweit, hat sich noch weiter verschärft.

 

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

Die Landesregierung wird ersucht,

 

  1. über die amtlichen Zahlen hinausgehend in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen und Ansprechpartnern vorort zu prüfen, welche und wie viele Kapazitäten zur Verwahrung und Aufnahme von Tieren bezirksweise benötigt werden und

 

  1. unter Einbindung aller Betroffenen ein einsprechendes Konzept für neue Standorte und Dienstleister sowie den Ausbau bestehender Einrichtungen inklusive Fördermöglichkeiten und weitere Unterstützung (z.B. im Hinblick auf Standortsuche) zu erstellen und bis 30. Juni 2019 dem Landtag zu berichten;

 

  1. weiters ein Konzept für die Prävention zu erstellen, wie die Anzahl der ausgesetzten, abgegebenen oder abgenommenen Tiere reduziert werden kann.

 

  1. Dieser Antrag wird dem Ausschuss für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 19. Dezember 2018

 

Dr.in Dollinger eh.

Steidl eh.

Thöny MBA eh.