Meldung anzeigen


Nr. 175 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Zweiter Präsident Dr. Huber, Klubobmann Egger MBA und Weitgasser
betreffend „seltene Erkrankungen“

 

 

Nach einer aktuellen Studie der MedUni Wien schätzt etwa die Europäische Kommission, dass fünf bis acht Prozent – also in etwa 27 Millionen Menschen – der Europäer an sogenannten „seltenen Erkrankungen“ leiden. Zwischen 400.000 bis 500.000 Österreicherinnen und Österreicher sind betroffen. Eine Erkrankung gilt als selten, wenn diese nicht mehr als einen von 2.000 Menschen betrifft.

 

Insgesamt gibt es Schätzungen zufolge rund 6.000 bis 8.000 verschiedene seltene oder undiagnostizierte Erkrankungen.

 

Eine der seltenen Erkrankungen ist „epidermolysis bullosa (EB)“. Sie ist eine genetisch bedingte Hautkrankheit. Die Betroffenen werden umgangssprachlich „Schmetterlingskinder“ genannt, weil ihre Haut so verletzlich wie Flügel von Schmetterlingen ist. Die Salzburger Landeskliniken sind mit der Spezialklinik für Schmetterlingskinder im deutschsprachigen Raum führend in der Behandlung der „Schmetterlingskrankheit“.

 

Neben der „Schmetterlingskrankheit“ gibt es aber eine schier unendliche Anzahl an seltenen Erkrankungen, deren Patienten oft hilflos ausgeliefert sind.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Landesregierung möge an die Zielsteuerungskomission mit dem Ersuchen herantreten, bei der Erstellung von Informationsmaterialen und bei der Fördervergabe an Gesundheitsförderungsprojekte im Rahmen des Gesundheitsförderungsfonds besonders Menschen mit „seltenen Erkrankungen“ zu berücksichtigen.

     

  2. Der Antrag wird dem

 

 

 

Salzburg, am 19. Dezember 2018

 

Dr. Huber eh.

       Egger MBA eh.

Weitgasser eh.