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Nr. 178-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Landtagspräsidentin Dr.in Pallauf, Mag.a Jöbstl und Ing. Schnitzhofer an die Landesregierung betreffend die Suchtmittelprävention im Bundesland Salzburg

 

 

Die Daten des Lagebericht Suchtmittelkriminalität 2017 zeigen, dass die Drogenkriminalität im Bundesland Salzburg in den letzten Jahren angestiegen ist und sich die Zahl der Anzeigen seit 2012 fast verdoppelt hat. Allein von 2016 auf 2017 gab es einen Anstieg von 7,9 % auf insgesamt 2.281 Anzeigen.

Auch der Onlinehandel mit illegalen Drogen nimmt zu und bringt immer mehr neue Abnehmer zum Suchtgift. Durch das Bestellen von Suchtgift im verschlüsselten „Darknet“ ist der Kauf einfacher und anonymer geworden und vor allem für jüngere Drogenkonsumenten die wichtigste Bezugsquelle. Zurzeit werden laut einem Bericht der Salzburger Nachrichten in Post- und Paketverteilerzentren monatlich zwischen 15 und 25 Drogensendungen abgefangen, die für Salzburg bestimmt sind - Tendenz steigend. Allein im Jahr 2017 hat die Polizei in Salzburg im Wert von zwei Millionen beschlagnahmt. Im Umlauf ist deutlich mehr.
Die Hauptakteure – Käufer und Dealer – sind im Schnitt zwischen 18 und 35 Jahre alt. Auffällig ist, dass auch immer mehr Jugendliche unter 18 Jahren – im Jahr 2017 bereits 13,5 % - als Tatverdächtige ausgeforscht werden und auch die Drogenkonsumenten vermehrt weitaus jünger als 18 Jahre sind.

 

Dass das Thema „Aufklärung“ u. a. zum Thema Sucht: Drogen, Alkohol und Nikotin den Jugendlichen in Salzburg sehr wichtig ist, zeigt sich beispielsweise daran, dass im Jugendlandtag 2016 darüber ausführlich debattiert und an die Politik der Wunsch nach einem solchen Informationstag herangetragen wurde. Seit dem vergangenen Jahr wird der „Tag der Aufklärung“ von akzente als kostenloser Workshop für Schulen angeboten. Das und die mediale Berichterstattung zeigt auf, dass es in Salzburg großen Handlungsbedarf im Suchtmittelbereich gibt. Die Präventionsarbeit – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen – vor allem auch in den Regionen muss intensiviert werden.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten die

 

Anfrage:

 

  1. Wie haben sich die Zahlen von Jugendlichen mit Drogenproblemen in den letzten zehn Jahren verändert? Bitte um Aufschlüsselung nach Jahr und Bezirk.
     

  2. Welche Beratungsangebote werden von Seiten des Landes für Lehrer und Personen, die in der offenen bzw. verbandlichen Jugendarbeit tätig sind, zur Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über Suchtmittel angeboten?

     

  3. Wie oft wurden die Drogen-Präventions-Workshops der Fachstelle Suchtprävention von akzente Salzburg in den letzten fünf Jahren von Einrichtungen und Schulen genutzt? Bitte um Aufschlüsselung pro Jahr.
     

  4. Wie wird der „Tag der Aufklärung“ an Schulen beworben?
     

  5. Wie oft wurde der Workshop „Alkohol, Rausch, Risiko & co“, der im Rahmen des „Tages der Aufklärung“ für Schulen angeboten wird, bereits abgehalten?

 

Salzburg, am 30. Jänner 2019

 

Dr.in Pallauf eh.

Mag.a Jöbstl eh.

Ing. Schnitzhofer eh.