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Nr. 212-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Landtagspräsidentin Dr.in Pallauf, Klubobfrau Mag.a Gutschi und Mag.a Jöbstl an

Landesrätin Mag.a (FH) Klambauer betreffend ÖIF-Fördermittel für Projekte gegen

Gewalt an Frauen

 

 

Laut der UN Women Statistik 2018 wird weltweit jede dritte Frau Opfer physischer und/oder sexueller Gewalt. In Österreich ist laut Studienergebnissen jede fünfte Frau körperlicher oder sexueller Gewalt ausgesetzt und rund jede dritte Frau (35 %) erlebt ab ihrem 15. Lebensjahr sexuelle Belästigung. Gewalt gegen Frauen ist somit eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen. Ein Schwerpunkt bei der Prävention von kulturell bedingter Gewalt gegen Frauen liegt auf dem Thema der weiblichen Genitalverstümmelung (Female Genitale Mutilation, FGM).

Mit einem Sonderaufruf des Österreichischen Integrationsfonds werden nun zusätzliche Fördermittel für Projekte gegen weibliche Genitalverstümmelung und gegen Gewalt an Frauen im Kontext von Integration zu Verfügung gestellt. Darunter fallen Projekte für von Gewalt und FGM betroffene und gefährdete Frauen und ihre Familien, aber auch Projekte, die sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Frauengesundheitszentren, Opferschutzgruppen und anderen Hilfseinrichtungen, dem Gesundheitsbereich, Sozialbereich und Lehrpersonal richten. Damit soll zur Information der Zielgruppe und zur Prävention beigetragen werden.

Die Einreichungen sind noch bis 18. März 2019 möglich und die Mittel werden für Projekte in ganz Österreich vergeben. Die Aktion bietet die Möglichkeit, dass auch in Salzburg mehr Projekte verwirklicht werden können und in diesem so wichtigen Bereich viel an Aufklärungs- und Präventionsarbeit zum Schutz von Frauen geleistet werden kann.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten die

 

Anfrage:

 

  1. Welche Maßnahmen und Projekte sind von Seiten des Landes gegen Gewalt an Frauen für das Jahr 2019 geplant?
     

  2. Wurden von Seiten des Landes bereits Projekte eingereicht, um ÖIF-Sonderfördermittel zu lukrieren?
     

  3. Welche Projekte gegen weibliche Genitalverstümmelung sind im Bundesland Salzburg für 2019 geplant?
     

  4. Welche Projekte gegen Gewalt an Frauen im Kontext von Integration sind im Bundesland Salzburg 2019 geplant?
     

  5. Wie wird die Förderaktion des ÖIF von Seiten des Landes in Salzburg beworben, um möglichst viele Bundesmittel abrufen zu können?
     

  6. Wie werden Institutionen von Seiten des Landes unterstützt, dass mehr Projekte umgesetzt werden können?
     

  7. Wie soll eine Stärkung der Strukturen zum Thema FGM in Salzburg erreicht werden, um relevante Informationen und Wissen bereitzustellen und dieses zielgerichtet verbreiten zu können?

     

 

Salzburg, am 13. März 2019

 

Dr.in Pallauf eh.

Mag.a Gutschi eh.

Mag.a Jöbstl eh.