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Nr. 0 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Mündliche Anfrage

 

des Zweiten Präsidenten Dr. Huber an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Stöckl betreffend Masernfälle in Salzburg

 

 

Am 27. Februar 2019 hat sich die Anzahl der Masernfälle im Bundesland Salzburg auf 14 Fälle erhöht. Eine Krankheit, die gemeinhin als ausgestorben gilt, ist damit leider zurückgekehrt.

 

Masern dürfen dabei auf keinen Fall unterschätzt werden, da einerseits die Ansteckungsgefahr extrem hoch ist und zudem eine Erkrankung das Immunsystem nachhaltig schwächt. Erkrankte sind jahrelang deutlich anfälliger für alltägliche Infektionskrankheiten.

 

Dabei bedarf es keinen großen Aufwandes, uns und unsere Kinder vor dieser Krankheit zu schützen.

 

Leider lässt jedoch die Impfdisziplin in den letzten Jahren immer mehr nach, und es kommt zu großen regionalen Unterschieden bei der Impfquote.

 

Der Tennengau und der Lungau liegen bei der ersten MMR-Teilimpfung der 2015 geborenen Kinder unter dem Landesdurchschnitt, bei der zweiten Teilimpfung ist der Tennengau mit 61,2 Prozent Schlusslicht gegenüber dem Landesdurchschnitt von 66,6 Prozent. Spitzenreiter ist der Pongau mit 85,1 beziehungsweise 72,8 Prozent.

 

Dabei wäre laut Experten eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent der Bevölkerung notwendig, um alle Salzburgerinnen und Salzburger vor dieser Krankheit zu schützen.

 

Menschen, die sich nicht impfen lassen, bringen nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern gefährden vor allem auch die Kinder und die alten und kranken Menschen unserer Gesellschaft.

 

Wir NEOS sprechen uns daher dafür aus, alle Anstrengungen zu unternehmen, die notwendig sind, um die Durchimpfungsrate deutlich zu erhöhen. Hierzu bedarf es einer umfassenden Information der Öffentlichkeit, die auch mit kursierenden Verschwörungstheorien zum Impfen aufräumt.

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Zusammenhang stellt der unterzeichnete Abgeordnete folgende

 

Anfrage:

 

  1. Wie erklären Sie sich die rückläufige Impfdisziplin in den letzten Jahren?

     

  2. Welche Maßnahmen haben Sie bereits gesetzt und welche werden Sie noch setzen, um die Durchimpfungsrate im Land Salzburg unter Berücksichtigung der derzeit vorherrschenden regionalen Unterschiede deutlich zu erhöhen?

     

 

Salzburg, am 10. April 2019

 

 

Dr. Huber eh.