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Nr. 254-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Dr. Schöppl und Rieder an die Landesregierung betreffend Konflikte und Mobbing an Salzburgs Schulen

 

 

Einem Bericht des ORF Salzburg vom 23. Mai 2018 zufolge „steigt die Zahl der Gewalttaten an Salzburgs Schulen deutlich stärker als in den übrigen Bundesländern“ (Quelle: https://salzburg.orf.at/news/stories/2914241/), genauer gesagt stieg die Zahl der Gewalttaten an Salzburgs Schulen im Jahr 2018 um 60 % gegenüber dem Jahr 2017. In Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Gewalt an Schulen befindet sich Österreich bedauerlicherweise im internationalen Spitzenfeld.

 

Auch die Salzburger Nachrichten berichteten am 22. November 2018 über einen Lehrervertreter aus Salzburg, der aufgrund der zunehmenden Gewalt an Salzburgs Schulen „Alarm schlägt“.

 

Speziell der medial aufgekommene Fall des von Schülern monatelang schikanierten Lehrers aus der Bundeshauptstadt (Stichwort: „Mobbing“), der einen Schüler nach einem lauten Wortgefecht angespuckt haben soll, ruft das akute Problem der Gewalt an unseren Schulen und den dringenden Handlungsbedarf wieder in Erinnerung.

 

Die durchaus zunehmende Gewalt an Österreichs Schulen ist anscheinend ein Problem der letzten Jahrzehnte, geschuldet aus falsch verstandener Toleranz gegenüber Angehörigen jener Kulturen, dessen Erziehung und Sozialisation anscheinend nicht Kommunikations- und Verständnisorientiertheit vermitteln.

 

Wohlwissend, dass das Land Salzburg Dienstbehörde bzw. Personalstelle für die im Land Salzburg tätigen Lehrerinnen und Lehrer der allgemein bildenden Schulen, der Berufsschulen sowie bestimmter landwirtschaftlicher Schulen ist und folglich die Bildungsdirektion Salzburg zuständig ist, stellen die unterzeichneten Abgeordneten die

 

Anfrage:

 

  1. Gibt es seit dem Kalenderjahr 2016 bis heute in Salzburgs Schulen – für die das Land Salzburg bzw. die Bildungsdirektion Salzburg in Vollziehung von Landesrecht zuständig ist – dokumentierte Fälle, in denen Lehrerinnen bzw. Lehrer in Ausübung ihres/seines Berufes bzw. außerhalb des Unterrichts Mobbing durch andere Lehrerinnen bzw. Lehrer und/oder Schülerinnen bzw. Schüler in jener Schule, in der sie/er tätig ist/sind – für die das Land Salzburg bzw. die Bildungsdirektion Salzburg in Vollziehung von Landesrecht zuständig ist – erlebt haben, aufgezählt nach Schule, für die das Land Salzburg bzw. die Bildungsdirektion Salzburg in Vollziehung von Landesrecht zuständig ist sowie nach Bezirken?

     

  2. Gibt es seit dem Kalenderjahr 2016 bis heute in Salzburgs Schulen – für die das Land Salzburg bzw. die Bildungsdirektion Salzburg in Vollziehung von Landesrecht zuständig ist – dokumentierte Fälle, in denen das Konfliktmanagement der Bildungsdirektion Salzburg aufgrund einer Meldung einer Lehrerin bzw. eines Lehrers wegen eines Konflikts, der während der Ausübung ihres/seines Berufes bzw. außerhalb des Unterrichts in jener Schule, in der sie/er tätig ist/sind – für die das Land Salzburg bzw. die Bildungsdirektion Salzburg in Vollziehung von Landesrecht zuständig ist – tätig werden musste, aufgezählt nach Schule, für die das Land Salzburg bzw. die Bildungsdirektion Salzburg in Vollziehung von Landesrecht zuständig ist sowie nach Bezirken?

 

  1. Wenn ja, welche Art(en) des Konfliktmanagements wurde(n) in der jeweiligen Schule – für die das Land Salzburg bzw. die Bildungsdirektion Salzburg in Vollziehung von Landesrecht zuständig ist – dabei angewendet (wir ersuchen um Bekanntgabe der jeweils angewendeten Art des Konfliktmanagements an den Schulen, für die das Land Salzburg bzw. die Bildungsdirektion Salzburg in Vollziehung von Landesrecht zuständig ist)?

 

 

Salzburg, am 6. Mai 2019

 

Dr. Schöppl eh.

Rieder eh.