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Nr. 381 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. HR Prof. Dr. Schöchl, Ing. Schnitzhofer und Huber betreffend Maßnahmen zur Verbesserung der Bienenhaltung bzw. Bienengesundheit

 

 

Beinahe alle Wild – und Kulturpflanzen werden von Insekten bestäubt. Und unsere Bienenvölker sind die wichtigsten Bestäuber überhaupt. Vom Insektensterben sind auch die Bienenvölker betroffen. Die Ursachen dafür sind vielfältig und reichen von bienenschädlichen Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Infektionskrankheiten oder den Befall mit der gefürchteten Varroamilbe. Nach dem Milben-Befall zeigt die Bienen-Brut Entwicklungsstörungen und stirbt meist rasch nach dem Schlüpfen. Befallene erwachsene Bienen haben ein geschwächtes Immunsystem und kommen nicht durch den Winter.

Jeder von uns kann etwas für den Schutz aller Insekten somit auch für den der Bienen tun. Beispielsweise durch die Bepflanzung eines Teils des Gartens mit Wildblumen und der Reduktion von Gartenschnitt. 

Eine zentrale Rolle zum Schutz der Bienen nehmen natürlich die Imker ein. Über 2.500 Imkerinnen und Imker sind im Landesverein für Imkerei und Bienenzucht registriert.

Ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung des Bienenbestandes im Land Salzburg ist, die Imkerinnen und Imker, die fachlich sehr versiert mit den Bienen arbeiten, mit Informationen zu versorgen.

Beispielsweise können hier vermehrt Schulungen mit dem Schwerpunkt Faulbrut oder zum Thema Varroamilbe genannt werden.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Salzburger Landesregierung wird aufgefordert, verstärkte Maßnahmen zur Fortbildung von Imkerinnen und Imkern, wie in der Präambel skizziert, zu setzen.

 

  1. Dieser Antrag wird dem Ausschuss für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 5. Juni 2019

 

HR Prof. Dr. Schöchl eh.

Ing. Schnitzhofer eh.

Huber eh.