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Nr. 271-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Zweiter Präsident Dr. Huber, Klubobmann Egger MBA und Weitgasser

an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Stöckl betreffend Masernfälle in Salzburg

 

 

Nach akuten Masern-Erkrankungen im Raum Graz und in Kufstein kam zu Beginn des Jahres leider auch im Bundesland Salzburg eine Krankheit zurück, die gemeinhin als ausgestorben galt. Masern dürfen jedoch auf keinen Fall unterschätzt werden, da einerseits die Ansteckungsgefahr extrem hoch ist und zudem eine Erkrankung das Immunsystem nachhaltig schwächt. Erkrankte sind jahrelang deutlich anfälliger für alltägliche Infektionskrankheiten.

Dabei bedarf es keinen großen Aufwandes, uns und unsere Kinder vor dieser Krankheit zu schützen. Leider lässt die Impfdisziplin mit einem Landesdurchschnitt von 66,6 % in den letzten Jahren immer mehr nach und es kommt zu großen regionalen Unterschieden bei der Impfquote. Laut Experten wäre eine Durchimpfungsrate von 95 % der Bevölkerung notwendig, um alle Salzburgerinnen und Salzburger vor dieser Krankheit zu schützen.

Menschen, die sich nicht impfen lassen, bringen nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern gefährden vor allem auch Kinder und alte und kranke Menschen unserer Gesellschaft.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten die

 

Anfrage:

 

  1. Wie erklären Sie sich die rückläufige Impfdisziplin in den letzten Jahren?

     

  2. Welche Maßnahmen haben Sie bereits gesetzt und welche werden Sie noch setzen, um die Durchimpfungsrate im Land Salzburg unter Berücksichtigung der derzeit vorherrschenden regionalen Unterschiede deutlich zu erhöhen?

     

 

Salzburg, am 5. Juni 2019

 

Dr. Huber eh.

Egger MBA eh.

Weitgasser eh.