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Nr. 289-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Berger und Teufl an die Landesregierung betreffend die Umsetzung konkreter Projekte für Touristen mit körperlichen Beeinträchtigungen

 

 

Die Landesregierung bekennt sich im Koalitionsvertrag zur Förderung der gesellschaftlichen Inklusion von Menschen mit Behinderung als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft. Ein erheblicher Anteil der Touristen, die jedes Jahr nach Salzburg kommen, sind Menschen mit Beeinträchtigung und haben deshalb besondere Bedürfnisse. Der Tourismus ist bekanntlich die Haupteinnahmequelle des Landes Salzburg. Ganzjährig nutzbare und barrierefreie Angebote unterstützen die Erschließung neuer Zielgruppen und schaffen gerade im Tourismus einen nachhaltigen Mehrwert. Dazu hat sich die Landesregierung auch im Regierungsprojekt „Sichtbarmachung spezieller Angebote für Urlaubsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung“ verpflichtet, jedoch nicht umgesetzt.

 

Aus diesem Grund stellen die unterfertigten Abgeordneten folgende

 

Anfrage:

 

  1. Warum wurde das im Koalitionsvertrag vereinbarte und in der Präambel beschriebene Projekt bis heute noch nicht konkret umgesetzt?

 

  1. Bis wann planen Sie dies umzusetzen?

 

  1. Welche konkreten Ziele beinhaltet das Projekt, aufgeschlüsselt nach Bezirk?

 

  1. Wie viele der Touristen mit körperlichen Beeinträchtigungen besuchen Salzburg pro Jahr, aufgeschlüsselt nach Bezirk?

 

  1. Nach welchen Kriterien werden diese Zahlen erhoben?

     

  2. Gibt es konkrete Projekte im Tourismusbereich, die speziell von dieser Gruppe der Touristen genutzt werden können, aufgegliedert nach Bezirk und Art der Beeinträchtigung?

 

  1. Wenn ja, welche?

 

  1. Wenn nein, warum nicht?

 

 

  1. Jede körperliche Beeinträchtigung erfordert unterschiedliche bauliche Gegebenheiten. Gibt es gesetzliche Vorgaben für Unterkünfte in Salzburg, aufgeschlüsselt nach Bezirk?

 

  1. Wenn ja, in welchen zeitlichen Abständen werden diese evaluiert?

     

  2. Wurde Kontakt mit Unterkünften hinsichtlich Barrierefreiheit aufgenommen?

     

    1. Wenn ja, welche Inhalte wurden besprochen?

 

  1. Wenn nein, warum nicht?

 

  1. Gibt es eine Liste mit diesbezüglichen Hotels, die im Internet abrufbar ist?

 

  1. Wenn ja, nach welchen Kriterien wird diese Liste erstellt?

 

5.3.2. Wenn ja, in welchen Medien kann diese Liste eingesehen werden?

 

  1. Wenn nein, warum nicht?

     

  2. Wer erstellt diese Liste und ist für die Richtigkeit der Angaben verantwortlich?

 

  1. In welchen zeitlichen Abständen wird diese auf die Richtigkeit der Angaben der Unterkünfte überprüft?

     

  2. Wurde Kontakt hinsichtlich Barrierefreiheit mit Tourismus-Attraktionen aufgenommen?

 

  1. Wenn ja, in welcher Form wurde dieser aufgenommen und durchgeführt?

 

6.2.    Wenn ja, mit welchen Tourismus-Attraktionen wurde Kontakt aufgenommen, aufgeschlüsselt nach Bezirk (falls aus Datenschutzgründen keine Angaben gegeben werden, ersuchen wir um Nennung der Anzahl der jeweiligen Tourismus Attraktionen)?

 

6.3.    Welche Tourismus-Attraktionen lehnten Gespräche ab, aufgeschlüsselt nach Bezirk (falls aus Datenschutzgründen keine Angaben gegeben werden, ersuchen wir um Nennung der Anzahl der jeweiligen Tourismus-Attraktionen)?

 

  1. Wenn nein, warum nicht?

 

  1. Welche Konsequenzen gibt es bei der Nichterfüllung des im Koalitionsvertrags beschriebenen Projekts?

 

 

Salzburg, am 13. Juni 2019

Berger eh.

 

Teufl eh.