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Nr. 459 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Mösl MA und Thöny MBA betreffend Schulsozialarbeit

 

 

Das Land Salzburg hat die Schulsozialarbeit an den Pflichtschulen stetig ausgebaut und investiert in diesem Bereich ca. € 750.000,-- jährlich. Die Schulsozialarbeit ist an den Salzburger Pflichtschulen ein wichtiger Bestandteil der Standortunterstützung. Am 9. Jänner 2019 hat sich der Salzburger Landtag einstimmig dafür ausgesprochen, die bedarfsorientierte Versorgung durch Schulsozialarbeiter noch effektiver anzugehen und daten- und bedarfsorientiert auszubauen. Auch der schrittweise Ausbau der psychosozialen Versorgung an Schulen fand einen einstimmigen Beschluss des Salzburger Landtags.

Aber in Salzburg gibt es auch Bundesschulen, die einen Bedarf an Schulsozialarbeiterinnen und –arbeitern hätten. Seitens der alten türkis-blauen Regierung hat man jedoch nicht auf Unterstützungspersonal gesetzt, sondern auf Separation in sogenannten Konfliktklassen. Eigentlich hätte es einen Ausbau an Unterstützungspersonal wie SozialarbeiterInnen sowohl im Bereich der Nachmittagsbetreuung an Pflichtschulen als auch im Bundesschulbereich bedurft. Das Gegenteil war der Fall, die Mittel wurden gestrichen. Der Gewaltausbruch an einer HTL hat die Debatte für Schulsozialarbeit auch an Bundesschulen wieder angekurbelt.

Experten sagen, dass diese Eskalation wie in der HTL-Wien gar nicht hätte passieren können, wären Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter beschäftigt gewesen. Auch in Salzburg gibt es an Bundesschulen immer wieder Konfliktsituationen, die durch Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter aufgefangen werden könnten. Damit sich die Pädagoginnen und Pädagogen auf ihre eigentliche pädagogische Aufgabe konzentrieren können, braucht es seitens des Bundes sowohl für die Pflichtschulen als auch für die Bundesschulen finanzielle Mittel für Unterstützungspersonal wie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter,
Schulassistentinnen und Schulassistenten sowie psychosoziale Versorgung.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

Die Salzburger Landesregierung wird ersucht,

 

  1. an die Bundesregierung mit der Forderung heranzutreten, in einem ersten Schritt die Bundesschulen bedarfsorientiert mit Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern auszustatten und

  2. in einem weiteren Schritt den Bundesländern nicht nur die jeweiligen pädagogischen Dienstposten zu refundieren, sondern ein Konzept zu erarbeiten, wonach den Ländern die

    notwendigen finanziellen Mittel für den daten- und bedarfsorientierten Einsatz von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern an Pflicht- und Bundesschulen zur Verfügung gestellt werden.

     

  3. Dieser Antrag wird dem Bildungs-, Sport- und Kulturausschuss zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 3. Juli 2019

 

Mösl MA eh.

 

Thöny MBA eh.