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Nr. 463 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Dr.in Dollinger und Dr.in Klausner betreffend die Nutzung von Drohnen

im Land Salzburg

 

 

In der Beantwortung Nr. 245 der Beilagen der Anfrage der SPÖ betreffend die Nutzung von Drohnen im Land Salzburg wird am 10. Juni 2019, nachdem einige interne Einsatzmöglichkeiten erläutert wurden, bei Punkt 8. zum Ausbau der Nutzung ausgeführt: „Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig bzw. ergeben sich laufend neue Anwendungsmöglichkeiten. Bisher nicht abgedeckt, jedoch öfters nachgefragt sind Einsätze einer Drohne mit einer Wärmebildkamera; an einen Ausbau der Einsatzmöglichkeiten ist derzeit nicht gedacht!“ In dieser Beantwortung wird auch geschildert, dass die zweite Drohne zur Foto- und Videoerstellung gekauft werden musste, da die vorhandene erste Drohne (für Vermessungszwecke) im Landesdienst für den neu hinzukommenden Einsatzbereich nicht ausreichend geeignet war. Gleichzeitig geht aus der Beantwortung der Anfrage hervor, dass für den Landesdienst keine Strategie zum Einsatz von Drohnen vorliegt. Es könnten also jederzeit Bedarfe entstehen und dazu führen, weitere Drohnenmodelle womöglich für weitere Dienststellen anzukaufen.

Viele Landwirte sind dieser Tage beschäftigt, nach der Mahd ihre Felder abzusuchen, ob verletzte Rehkitze zu finden sind, um ihnen rasch erste Hilfe zu bieten bzw. sie im Todesfall zu entsorgen. Die Zeit, in welcher sich die Rehkitze im hohen Gras verstecken und nicht vor dem Mähwerk flüchten, dauert bis etwa Ende Juni. Eine wesentlich tierfreundlichere Variante ist die Suche mittels Drohnen. Experten beziffern die Todesquote bei der Vergrämung der Rehkitze mit 37,4 Prozent, bei der Suche mittels Drohnen mit nur mehr 22,8 Prozent.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

Die Landesregierung wird aufgefordert,

 

  1. mit allen in Frage kommenden Dienststellen der Landesverwaltung abzuklären, welche Drohneneinsatzmöglichkeiten in den kommenden Jahren zu erwarten sind und ein dementsprechendes Konzept für Ankauf, Einschulung und Nutzung der Geräte sowie Erfassung, Verwendung und Sicherung der Daten zu erstellen,

     

  2. weiters ein Pilotprojekt zur Rettung von Rehkitzen im Frühsommer 2020 durchzuführen und

  3. darauf aufbauend weitere Maßnahmen zur landesweiten Sicherung von Rehkitzen vor Mähtod bzw. -verletzungen auszuarbeiten.

 

  1. Dieser Antrag wird dem Ausschuss für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 3. Juli 2019

 

Dr.in Dollinger eh.

 

Dr.in Klausner eh.