Meldung anzeigen


Nr. 468 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(2. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Klubobfrau Svazek BA, Berger, Lassacher, Rieder, Dr. Schöppl, Stöllner und Teufl betreffend Verbesserung der Park- + Ride-Anlage Eben

 

 

Der Schnellbus Tamsweg – Eben – Hallein/Bischofshofen – Salzburg ist vor allem für die Auspendler aus dem Lungau von großer Bedeutung. Zur Auslastung der Busse trägt sehr wesentlich die Verknüpfung der Autobahnkurse mit dem ÖPNV im Ennspongau und Park- + Ride-Kunden im Bereich der Autobahnzu-/-abfahrt Eben bei.

 

Eine genauere Betrachtung der Park- + Ride-Anlage bei der Autobahnauf- und –abfahrt lässt vermuten, dass der Planer der Einrichtung eine Bauausführung angestoßen hat, die mit dem täglichen Betriebslauf nicht zusammenpasst, sodass die Anlage jedenfalls für Busse unbenutzbar ist:

 

  1. Denn so kann der Bus aus Richtung Tamsweg kommend nach der Autobahnabfahrt zwar in die Anlage einfahren, da aber die Rampe Autobahnauffahrt verschüttet ist, kann der Bus nach der Fahrgastaufnahme nicht mehr auf die Autobahn auffahren.

 

  1. Der Bus kann mangels zur Verfügung stehender Platzgeometrie auch nicht wenden, um die Anlage zu verlassen, um die neu geschaffene Auffahrt von der Landesstraße nach Filzmoos ausgehend zu benützen.

 

  1. Der Bus aus Salzburg kommend kann zwar nach der Autobahnabfahrt ebenfalls in die Umsteigeanlage einfahren, hat dann aber wegen des Höhenunterschieds zur Fahrbahn der vorbeiführenden Bundesstraße keine Ausfahrtsmöglichkeit aus der Anlage, weil eine Rampung so steil sein müsste, dass ein Omnibus aufzusitzen droht.

 

Ein vollständiges Wenden des Busses und Verlassen der Anlage bei der Einfahrt ist wie auch gemäß Punkt b) aus Platzgründen ebenfalls nicht möglich.

 

Die Fahrgeometrie für eine derartige Anlage müsste jedenfalls den Wendekreis und die Hüllkurve eines 15m-Busses zulassen, damit ein gängiger Omnibus auf der Linie Salzburg – Hallein/Bischofshofen – Eben – Tamsweg auch zwischen parkenden Autos, anderen Bussen und Fußgängern gefahrlos manövriert werden kann. Der erste 15m-Bus auf der gegenständlichen Linie war im Kalenderjahr 1998 ein Doppeldecker, damit das Fahrzeug trotz benötigtem Kofferraum nicht nur ausreichend Sitzplätze, sondern auch einen niederflurigen Fahrzeugteil für in ihrer Mobilität beeinträchtigte Personen (ältere und gebrechliche Personen sowie Rollstuhlfahrer) und Kinderwagen hatte.

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Salzburger Landesregierung wird aufgefordert, dass die „Park- + Ride-Anlage“ Eben für den Lungau-Schnellbus im Nahbereich der Autobahnauf-/-abfahrt Eben umgehend funktionsfähig hergestellt werden kann, damit eine kundendienstlich äußerst sinnvolle Maßnahme auch zweckentsprechend in Betrieb genommen werden kann.

 

  1. Dieser Antrag wird dem Ausschuss für Infrastruktur, Mobilität, Wohnen und Raumordnung zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 3. Juli 2019

 

Svazek BA eh.

Berger eh.

Lassacher eh.

 

Rieder eh.

Dr. Schöppl eh.

Stöllner eh.

 

 

Teufl eh.