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Nr. 304-BEA der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(3. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Beantwortung der Anfrage

 

der Abg. Landtagspräsidentin Dr.in Pallauf und Mag.a Jöbstl an Landesrätin Mag. a (FH) Klambauer (Nr. 304-ANF der Beilagen) betreffend den „Tag der Aufklärung“

 

 

Hohes Haus!

 

Zur Beantwortung der Anfrage der Abg. Landtagspräsidentin Dr.in Pallauf und Mag.a Jöbstl betreffend den „Tag der Aufklärung“ vom 3. Juli 2019 erlaube ich mir, Folgendes zu berichten:

 

Zu Frage 1: Wie oft wurde das Angebot des „Tags der Aufklärung“ bereits genutzt und mit wie vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern?

 

Das Angebot wurde bislang nur einmal als Pilotprojekt angeboten. Es haben insgesamt 52 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 16 Jahren teilgenommen. Der personelle Aufwand für die Durchführung eines solchen Tages war für die beauftragte Einrichtung akzente Salzburg allerdings sehr hoch. Vom Verein akzente wurde auch zurückgemeldet, dass das sehr umfangreiche und stark nachgefragte ganzjährig zu buchende Workshop-Programm insgesamt mit den gegebenen Personalressourcen besser als ein „Tag der Aufklärung“ geeignet erscheine, um auf die individuellen Bedürfnisse von Schulen, Jugendpädagoginnen/Jugendpädagogen und Jugendlichen einzugehen. Auf Grund dieser Rückmeldung wurde bislang seitens des zuständigen Referates 2/06 Jugend, Generationen, Integration von einer weiteren Beauftragung abgesehen.
 

Zu Frage 2: Wird der „Tag der Aufklärung“ nur an Schulen oder auch an anderen Einrichtungen beworben?

 

Mangels weiteren Angebotes dieses Formates wurde dieses auch nicht mehr beworben.


Zu Frage 3: Wie und wie oft werden diese Workshops an Schulen, Jugendeinrichtungen und Jugendzentren beworben?

 

Das gesamte Workshop-Programm von akzente Salzburg wird regelmäßig in den genannten Einrichtungen beworben.

 

Zu Frage 4: Welche Beratungsangebote werden am stärksten nachgefragt?

 

Am stärksten nachgefragt werden die Beratungsangebote der Fachstelle für Suchtprävention, des Bereiches Medienbildung und –pädagogik, von HEROES, die Kulturprojekte und die Beratungsangebote für den internationalen Bereich.

Zu Frage 5: Haben die Evaluierungen ergeben, dass noch Beratungsbereiche im Workshop-Angebot ergänzenswert wären (Gewaltprävention, Extremismusprävention)?

 

Nein. Salzburg verfügt dazu mit dem Projekt HEROES und den Angeboten des Friedensbüros bereits über eine gute Ausstattung.

 

Zu Frage 6: Wird daran gedacht, Partnereinrichtungen zu suchen, die eine regelmäßige Abhaltung des „Tags der Aufklärung“ anbieten können?

 

Dazu gibt es derzeit keine Planung, da die bestehenden Workshop-Angebote für ausreichend erachtet werden und diese die Zielgruppe breit und unter verhältnismäßigem Einsatz von Ressourcen erreichen.

 

Zu Frage 7: Sind weitere Maßnahmen geplant, die das Thema Aufklärung für Jugendliche behandeln? Wenn ja, welche.

 

Dazu ist vorerst abzuwarten, wie sich die von der letzten Bundesregierung noch beschlossene Maßnahme, im Bereich der Sexual-Aufklärung für Schulen keine externen Einrichtungen mehr zu beauftragen, auswirken wird. Diese Maßnahme wird zwar fachlich einhellig kritisiert, aber solange über die Umsetzung und Auswirkung dieses Beschlusses keine Klarheit herrscht, macht es wenig Sinn, weitere Aktivitäten insbesondere mit Partnereinrichtungen – zu denen auch akzente Salzburg zählt - zu planen.

 

Ich ersuche das Hohe Haus um Kenntnisnahme dieser Anfragebeantwortung.
 


Salzburg, am 31. Juli 2019

 

Mag.a (FH) Klambauer eh.