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Nr. 065 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(3. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Zweiter Präsident Dr. Huber, Klubobmann Egger MBA und Weitgasser betreffend Frühwarnsystem für Medikamentenengpässe

 

 

Wichtige Medikamente sind in Österreich immer öfter nicht lieferbar. Eine entsprechende Liste jener Medikamente, die derzeit nicht lieferbar sind, ist auf der Homepage des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitssystem (BASG) einsehbar. https://medicineshortage.basg.gv.at/vertriebseinschraenkungen/faces/adf.task-flow;jsessionid=F2nxfXzNVDLdNN7yIWIvlfXB6NXsqldKvOJ8R5qmJ36BYA6z20zf!-146113628?_id=main-btf&_document=WEB-INF/main-btf.xml&_afrLoop=2310387264205932&_afrWindowMode=0&_afrWindowId=null).

Unter anderem findet sich auf der Liste auch das für Transplantationspatientinnen und -patienten lebenswichtige Medikament „Imurek“ wieder. „Imurek“ verhindert, dass der Körper transplantierte Organe abstößt. Mittlerweile wird „Imurek“ aus Italien für österreichische Patientinnen und Patienten importiert.

Aber auch Engpässe bei „EpiPen“, einem wichtigen Medikament zur Notfallbehandlung bei schweren allergischen Reaktionen, wie etwa auf Nahrungsmittel, Medikamente, Insektenstiche etc. wurden dokumentiert. Auch Blutdrucksenker und Parkinsonmedikamente standen in den vergangenen Monaten nicht zur Verfügung.

Aus den derzeitigen „Lieferengpässen“ dürfen aber keine „Versorgungsengpässe“ werden. Im Einzelfall kümmern sich die Salzburger Apotheker sehr engagiert, wirkstoffgleiche Alternativen für die Patientinnen und Patienten zu finden, falls das verschriebene Medikament nicht vorrätig ist. Dabei arbeiten sie in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Ärztin. Mittels eines Frühwarnsystems für Medikamentenengpässe, welches unter der Führung des Gesundheitsministeriums koordiniert werden soll, können rechtzeitig Maßnahmen getroffen werden, um Lieferengpässe abzufedern.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Landesregierung wird ersucht,.

  2. Dieser Antrag wird dem zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 2. Oktober 2019

 

Dr. Huber eh.

Egger MBA eh.

Weitgasser eh.