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Nr. 059-BEA der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(3. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Beantwortung der Anfrage

 

der Abg. Klubobmann Egger MBA, Zweiter Präsident Dr. Huber und Weitgasser an

Landesrat DI Dr. Schwaiger (Nr. 59-ANF der Beilagen) betreffend Räumliche

Entwicklungskonzepte

 

 

Hohes Haus!

 

Zur Beantwortung der Anfrage der Abg. Klubobmann Egger MBA, Zweiter Präsident Dr. Huber und Weitgasser betreffend Räumliche Entwicklungskonzepte vom 6. November 2019 erlaube ich mir, Folgendes zu berichten:

 

Zu Frage 1: Wie viele und welche Gemeinden haben bereits auf der Basis des ROG 2009 ein so genanntes REK-Neu erstellt?

 

Auf der Basis des ROG 2009 wurden bis zum 21.November 2019 von der Landesregierung
25 REK-„Neu“ genehmigt:

 

Gemeinde

Bad Vigaun

Bramberg am Wildkogel

Dorfbeuern

Grödig

Henndorf

Köstendorf

Mauterndorf

Mühlbach am Hochkg.

Niedernsill

Oberalm

Pfarrwerfen

Radstadt

Saalbach-Hinterglemm

Scheffau a. Tgb

Schwarzach im Pongau

Seekirchen

St.Margarethen i.Lung

St.Martin a.Tennengeb

St.Michael

Tamsweg

Thomatal

Unken

Unternberg

Viehhofen

Werfenweng

 

Zu Frage 2: Wie viele und welche Gemeinden haben nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und aus welchem Jahr stammen deren REKs?

 

Derzeit wird in 94 Gemeinden ein REK auf Basis des ROG 1992 oder ROG 1998 als Planungs-grundlage herangezogen:

Gemeinde

 

Jahr

 

Letzte Änderung

Abtenau

2008

2015

Adnet

1996

2016

Altenmarkt im Pongau

2003

2016

Anif

1997

2016

Annaberg-Lungötz

2002

2010

Anthering

1996

2012

Bad Gastein

1997

2005

Bad Hofgastein

1997

2012

Bergheim

2005

2012

Berndorf bei Salzburg

1999

-

Bischofshofen

1997

2015

Bruck a.d.Großgl.Str.

1999

-

Bürmoos

1996

-

Dienten am Hochkönig

1999

2017

Dorfgastein

2005

2016

Eben im Pongau

1995

2016

Ebenau

2009

-

Elixhausen

1999

2012

Elsbethen

1996

2017

Eugendorf

2007

-

Faistenau

2009

2016

Filzmoos

2002

2014

Flachau

1999

2016

Forstau

1997

2013

Fusch a.d.Großgl.Str.

1999

-

Fuschl am See

2002

2015

Goldegg

1999

2016

Golling a. d. Salzach

2009

-

Göming

1997

2011

Göriach

2002

-

Großarl

2004

2011

Großgmain

1998

-

Hallein

1997

2009

Hallwang

1996

2016

Hintersee

1998

-

Hof bei Salzburg

2009

-

Hollersbach

2009

2017

Hüttau

2003

2014

Hüttschlag

1995

2016

Kaprun

1998

2016

Kleinarl

2000

-

Koppl

2000

2016

Krimml

2000

2014

Krispl

1996

-

Kuchl

1994

2006

Lamprechtshausen

2001

2016

Lend

1997

2011

Leogang

2007

2015

Lessach

1996

2017

Lofer

1999

2016

Maishofen

1999

2012

Maria Alm a. Stein. M.

2000

2017

Mariapfarr

2011

2015

Mattsee

2003

2016

Mittersill

1997

2011

Muhr

1995

2016

Neukirchen a. Gv.

2007

2015

Neumarkt am Wallersee

2008

2012

Nußdorf am Haunsberg

2000

-

Oberndorf b. Salzburg

1998

2009

Obertrum

1999

-

Piesendorf

1999

2017

Plainfeld

1996

2015

Puch bei Hallein

2002

2013

Rammingstein

1999

2013

Rauris

1999

2007

Rußbach a. P. Gschütt

2003

2010

Saalfelden a. Stein. M.

1998

-

Salzburg

2008

-

Schleedorf

1998

2016

Seeham

2008

2017

St.Andrä im Lungau

2000

-

St.Georgen b. Salzburg

2008

2014

St.Gilgen

1999

2015

St.Johann im Pongau

1998

2013

St.Koloman

2007

-

St.Martin bei Lofer

2000

2014

St.Veit im Pongau

2000

2016

Straßwalchen

2008

2016

Strobl

2005

2012

Stuhlfelden

2000

2012

Taxenbach

2002

2015

Thalgau

2006

2015

Tweng

1997

2017

Untertauern

2009

-

Uttendorf

2000

2004

Wagrain

2009

2016

Wald im Pinzgau

2000

2009

Wals-Siezenheim

2010

2016

Weißbach bei Lofer

1999

-

Weißpriach

1995

2018

Werfen

1998

2007

Zederhaus

1997

-

Zell am See

2009

2011

 

Zu Frage 3: Bis wann wird erwartet, dass alle Salzburger Gemeinden neue REKs auf Basis des ROG 2009 erstellt haben werden?

 

Eine Frist, bis wann die Gemeinden ein REK-Neu aufgestellt haben müssen, sieht das Raumordnungsgesetz nicht vor. Die Entscheidung, ob und wann Gemeinden Prozesse zur Erstellung neuer räumlicher Entwicklungskonzepte starten, liegt bei den Gemeinden in deren eigenen Wirkungsbereich.

 

Im geltenden Raumordnungsgesetz ist es für Gemeinden weiterhin möglich ein „altes REK“ unter zwei Voraussetzungen noch abzuändern:


1. Bei Vorliegen eines besonders wichtigen öffentlichen Interesses.

 

2. Wenn die Gemeinde bereits ein Verfahren zur Erstellung eines neuen REK eingeleitet
    hat und der Verfahrensschritt der Vorbegutachtung durch die Landesregierung für die
    betreffenden Änderungsflächen positiv abgeschlossen ist.

 

 

 

Zu Frage 4: Sind der Abteilung Gründe bekannt, warum die sich aus der Beantwortung der
Frage 2. ergebenden Gemeinden bislang noch kein REK auf Basis des ROG 2009 erstellt haben?

 

Als Gründe hierfür können unter anderem der hohe Planungs-, Zeit- und zum Teil auch
Kostenaufwand sein. Ein weiteres Indiz, am bestehenden REK festzuhalten, kann auch das Vorhandensein genügender Entwicklungsmöglichkeiten für Gewerbe und Wohnen im alten REK sein.

 

Angemerkt wird, dass 13 von den genannten 94 Gemeinden mit der Erarbeitung eines „REK-Neu“ begonnen haben, etwa indem ein Antrag auf unerlässliche Untersuchung eingebracht wurde. Von weiteren rund 14 Gemeinden ist bekannt, dass diese im Winter 2019/2020 bzw. Frühjahr 2020 mit einer Neuaufstellung eines REK starten werden.

 

Ich ersuche das Hohe Haus um Kenntnisnahme dieser Anfragebeantwortung.

 

 

Salzburg, am 5. Dezember 2019

 

DI Dr. Schwaiger eh.