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Nr. 053-BEA der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(3. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Beantwortung der Anfrage

 

der Abg. Landtagspräsidentin Dr.in Pallauf, Mag.a Jöbstl und Ing. Wallner an die

Landesregierung (Nr. 53-ANF der Beilagen) durch Landeshauptmann Dr. Haslauer, Landesrätin Mag.a (FH) Klambauer, Landesrätin Hutter und Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Schellhorn betreffend Jugendliche und Klimaschutz

 

 

Hohes Haus!

 

Zur Beantwortung der Anfrage der Abg. Landtagspräsidentin Dr.in Pallauf, Mag.a Jöbstl und Ing. Wallner betreffend Jugendliche und Klimaschutz vom 6. November 2019 erlauben sich die genannten Regierungsmitglieder, Folgendes zu berichten:

 

Landesrätin Mag.a (FH) Klambauer:

 

Zu Frage 1: Welche Angebote gibt es von Seiten des Landes, um junge Menschen in den genannten Bereichen zu informieren und zu sensibilisieren? Wenn ja, welche?

 

Seit Oktober 2018 gibt es bei akzente Salzburg im Rahmen der Klima- und Energiestrategie den Bereich „Umwelt & Nachhaltigkeit“ mit dem Ziel, die Umweltbildung auch in der außerschulischen Jugendarbeit zu implementieren. Das außerschulische Umweltbildungsprogramm richtet sich an offene und verbandliche Salzburger Einrichtungen der Jugendarbeit an die Jugendlichen, welche diese Einrichtungen besuchen bzw. auch an die Jugendarbeiterinnen/Jugendarbeiter dieser Einrichtungen. Verantwortlich für die außerschulische Umweltbildung ist Mag.a Nina Köberl, akzente Salzburg.

Die Bereiche „schulische“ und „außerschulische“ Umweltbildung werden verschränkt gedacht, es wird eng zusammengearbeitet, um so effizient und rasch wie möglich viele Kinder, Jugendliche, Multiplikatorinnen/Multiplikatoren und damit auch den Freundeskreis und Familie zu erreichen, wenn es darum geht, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensweise zu schaffen.

 

Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Schellhorn:

 

Zu Frage 1: Es gibt von Seiten des Landes ein umfangreiches Angebot, um junge Menschen in den Bereichen Umweltschutz, Naturschutz und Klimaschutz zu sensibilisieren und zu informieren. Diese Angebote werden sowohl von Einrichtungen und Abteilungen des Landes direkt erbracht wie auch über die Förderung von Institutionen und Organisationen, die diese Angebote im Auftrag des Landes durchführen.

 

Workshopangebote Umweltbildung

 

Folgende kostenlose Angebote gibt es derzeit vom Land Salzburg aus dem Zuständigkeitsbereich der Abteilung 5 für den schulischen Bereich. Aufgrund der Vernetztheit der Themen und der Überschneidung von Fragestellungen sind hier alle Angebote, unabhängig von der politischen Ressortzuständigkeit angeführt.

 

Umweltschutz

 

  • Ökologischer Fußabdruck

    Verantwortung für eine begrenzte Welt

  • Outdoor Workshop

    Dem eigenen ökologischen Fußabdruck auf der Spur

  • Klima im Wandel

    Was hat mein Lebensstil mit dem Klimawandel zu tun?

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    Lebensraum Wiese

Natur erleben, beobachten, verstehen

  • Lebensräumen auf der Spur

Outdoor-Lernwerkstatt für Natur und Umwelt (für Flach- und Tennengau)

  • Erlebnis Salzachau

Entdecke die Welt von Biber und Eisvogel (neues Angebot seit 2018)

  • Lerne dein Moor kennen

Flachgauer Schulklassen erforschen das Moor ihrer Gemeinde (neues Angebot seit 2018)

  • Lebensader Taugl

Grünes Klassenzimmer – ein Wildfluss im Wandel (neu ab 2020)

  • Lebensader Taugl

Klassenzimmer am Bach – Leben unter Wasser (neu ab 2020)

  • Natur im Garten

Schulen säen Vielfalt (neu ab 2020)

 

Detailinformationen zu den einzelnen Workshops finden sich hier: https://www.salzburg.gv.at/umweltnaturwasser_/Documents/Natur-%20u.%20Umweltbildungsangebote.pdf.

 

Workshopangebote/Exkursionen Nationalpark Hohe Tauern

 

Über das Referat 5/07 Nationalparkverwaltung Hohe Tauern werden ebenfalls Angebote für

Schulen abgewickelt und finanziert:

 

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    Nationalpark Werkstatt und Science Center.

  • NP Welten Führung

  • Vorträge zu Einzelthemen

  • Nationalpark kommt in die Stadt

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    Angebote für Kindergärten

    • < >

      Aktionsheft Klimazwerge

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      Kasperl und Klimafee Lila

  • 1. bis 4. Schulstufe

    • Coole Kids für Prima Klima (Wanderausstellung, über Interreg gefördert)

    • Energie – und wie!

    • Klima – Was ist das?

    • MOMO – Mobilität heute und morgen

    • Klimaschutz in der Schultasche

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      5. bis 8. Schulstufe

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        Energie mit Fantasie II

      • MOMO II

    • 9. bis 13. Schulstufe

      • Div. Ausstellungen, Vorträge, Kampagnen …

    • Klimaladen (über Interreg gefördert)

     

    Robert Jungk Bibliothek für Zukunftsfragen - relevante Programme im Rahmen der SALZBURG

    2050-Partnerschaft

     

    • Sommerschule 2019 zum Thema Klimawandel – eine lebenswerte Zukunft (Zielgruppe junge Erwachsene, eine Wiederholung mit ähnlichem Themenschwerpunkt ist 2020 geplant)

    Universität Salzburg – relevante Programme im Rahmen der SALZBURG 2050-Partnerschaft

     

    • Green WG Challenge

    • Ring-Vorlesung Klima + Energie

    • PLUS Green Campus Lecture

    • Studienergänzung „Klimawandel und Nachhaltigkeit“ (24 ECTS)

    • Betreuungsstelle/Regionalorganisation i. R. von Scientists for Future (u. a. wissenschaftliche Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler rund um das Thema Klimawandel)

    • „Grüne Wiese“ in der Bibliothek mit themenbezogener Literatur

    • KLAR Pongau - (Klimawandelanpassungsregion, gefördert aus MItteln des Klima- und Energiefonds in Abstimmung mit der Abteilung 5)

    • „Klima, was nun? Das kann ich tun!“

      Fortbildung und Unterrichtsmaterialien zum Thema Klimawandelanpassung für die 4. Schulstufe

    • Klimatag Bischofshofen in Kooperation mit UNEXCO-Kulturerbe „Erz der Alpen“

     

    Auch der Verein Südwind (https://www.suedwind.at/salzburg/angebote/) hat Angebote

    für Schulen, die globale Umwelt- und Klimaaspekte beinhalten.

     

    Landesrätin Mag.a (FH) Klambauer:

     

    Zu Frage 2: Werden die Angebote an Schulen und Kindergärten beworben?

     

    Das schulische Umweltbildungsprogramm wird je zu Semesterbeginn an Schulen beworben.

    Ein Programm für Kindergärten gibt es im Rahmen der schulischen Umweltbildung nicht, es ist aber geplant, im Sommersemester 2020 eine Fortbildung für Kindergartenpädagoginnen/ Kindergartenpädagogen anzubieten.

     

    Landesrätin Hutter:

     

    Zu Frage 2: Ja, in den Schulen werden Themen wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Klima, Konsumentenverhalten, etc. behandelt. Dazu darf auf den Grundsatzerlass zur Umweltbildung verwiesen werden: https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulpraxis/prinz/umweltbildung.html.

     

    Zusätzlich gibt es zahlreiche Projekte und Initiativen bis hin zu Gütesiegel wie das ÖKOLOG-Zertifikat, bei dem Schulen Projekte und die praktische Umsetzungen in den Schulalltag einfließen lassen.Weiterführende Informationen findet man auf der Homepage der Bildungsdirektion: http://www.bildung-sbg.gv.at/unterricht/oekolog/.

     

    Über den monatlichen Schulnewsletter der Bildungsdirektion werden die Schulen laufend über aktuelle Initiativen wie beispielsweise den SDG (Sustainable Development Goals)-Award, Videowettbewerbe zum Thema Klimawandel, das Projekt „Lebensadern“ der Salzburg AG, dem Salzburger Waldchampion, etc. informiert: http://www.bildung-sbg.gv.at/quicklinks/amtliche-mitteilungen/select_category/49/.

     

    Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Schellhorn:

     

    Zu Frage 2: Die Informationen zu den Angeboten der Abteilung 5 im Rahmen der Umweltbildung des Landes Salzburg werden allen Schulen im Bundesland Salzburg zwei Mal jährlich per E-Mail zugeschickt. Die Angebote stehen dabei allen Schulen kostenlos zur Verfügung und können jederzeit online gebucht werden. Selbstverständlich können Informationen und Auskünfte auch bei der zuständigen Koordinationsstelle per Telefon oder E-Mail eingeholt werden. Details zu den einzelnen Workshops können ebenfalls der Broschüre (Link siehe Beantwortung der Frage 1) entnommen werden.

    Informationen zu Programmen und Veranstaltungen sowie allen weiteren Entwicklungen im

    Rahmen der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 werden regelmäßig per Newsletter sowie ca. drei- bis viermal jährlich bei Austauschtreffen an alle relevanten Akteure und Akteurinnen im gesamten Bundesland (plus OÖ und angrenzendes Bayern) weitergegeben.

     

    Landeshauptmann Dr. Haslauer:

     

    Zu Frage 3: Gibt es von Seiten der Europäischen Union Fördergelder für dementsprechende Projekte oder Workshops? Wenn ja, werden diese Gelder in Salzburg „abgeholt“? Wenn nein, warum nicht?

     

    Zunächst sei darauf verwiesen, dass Aufklärungs- und Sensibilisierungsworkshops zu den Themenfeldern Klima- und Umweltschutz, z. B. Workshops in den Bereichen Mobilität, Mülltrennung und Müllvermeidung, Nachhaltiges Leben, Energieeffizienz sowie Energieproduktion, laufend von der Abteilung 5 auf Landesebene angeboten und finanziell unterstützt werden. An relevanten EU-Förderprogrammen können grundsätzlich die folgenden EU-Förderprogram-me in Betracht gezogen werden:

     

    1. ERASMUS+ - Jugend in Aktion (außerschulischer Bereich)

    2. Europäisches Solidaritätskorps (ESK)

    3. LEADER – LE 14-20

     

    1. ERASMUS+ - Jugend in Aktion (außerschulischer Bereich)

     

    Die Sensibilisierung für die Herausforderungen im Umweltschutz und im Umgang mit dem Klimawandel ist eine der so genannten „horizontalen Prioritäten“ des Erasmus+-Programms der Europäischen Union.

    Im Zuge der Call-Runde 2020, über die das Verbindungsbüro Brüssel am 6. November 2019 im EU-Flash Nr. 89[1] informierte, können derartige Projekte im Rahmen so genannter „Strategischer Partnerschaften“ in den Bereichen „allgemeine und berufliche Bildung und Jugend“ eingereicht werden. Vorrang erhalten Projekte mit dem Zweck des Aufbaus von Kompetenzen in verschiedenen, für die Nachhaltigkeit relevanten Branchen der Entwicklung von grünen sektoriellen Leistungsstrategien und Methoden sowie zukunftsorientierter Lehrpläne, die den individuellen Bedürfnissen besser angepasst sind. Das Erasmus+-Programm unterstützt die Erprobung innovativer Praktiken zur Ausbildung von Lernenden (z. B. Schülerinnen und Schülern, Lehrlingen, Studentinnen und Studenten), von Lehrpersonal und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Jugendarbeit zu so genannten „Akteuren des Wandels“. Inhalte können z. B. sein: die Erhaltung von Ressourcen, die Einsparung von Energie, der Ausgleich von Kohlenstoffemissionen, die Entscheidung zum Konsum nachhaltiger Lebensmittel und für die Nutzung umweltfreundlicher Transportmittel). Priorität erhalten Projekte, die im Rahmen der allgemeinen und beruflichen Bildung, in der Jugendarbeit oder im Sport bei den Jugendlichen Verhaltensänderungen hin zu einem umweltverträglichen Lebensstil fördern[2].

    Eine entsprechende Erasmus+-Förderung ist durch die Bildungseinrichtungen bzw. Jugendorganisationen zu beantragen.

    Generell werden die Erasmus+-Förderungen von den Bildungseinrichtungen und Organisationen im Land Salzburg rege genutzt. So wurden im Land Salzburg zwischen dem 1. Jänner 2014 und dem 31. August 2018 allein im Rahmen der Erasmus+-Sparte „allgemeine und berufliche Bildung“ 196 Projekte mit einem Erasmus+-Gesamtfördervolumen i.H.v. € 9,6 Mio. umgesetzt[3].

    Das hohe Engagement der Akteure in Salzburg ist auch der zentralen Erasmus+-Projektliste zu entnehmen, die die Europäische Kommission online zur Verfügung stellt[4].

    Hierzu ist jedoch einschränkend anzumerken, dass die Sensibilisierung in Umwelt- und Klimafragen bisher eine nachgeordnete Rolle einnimmt.

    Es sollte auch beachtet werden, dass die inhaltliche Ausrichtung der Vorhaben in den Händen der beantragenden Einrichtungen, die in den Bereichen „allgemeine und berufliche Bildung und Jugend“ aktiv sind, liegt.

    Da der Salzburger Landtag zu den erfolgreichen Antragstellern unter Erasmus+ gehört – der Salzburger Jugendlandtag wird seit 2016 im Rahmen der Förderung des politischen Dialogs durch Erasmus+ bezuschusst (2016: € 4.469,--[5], 2017: € 7.003,--[6], 2018: € 10.645,--[7], 2019: € 16.410,--[8]) – könnte es sich gegebenenfalls anbieten, auch hier einmal gezielt die Debatte dahingehend anzustoßen, welche konkreten Sensibilisierungsmaßnahmen in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz aus Sicht unserer Jugendlichen wünschenswert wären.

     

    1. Europäisches Solidaritätskorps

       

    Im Zuge von Solidaritätsprojekten („Weltretter*innen gesucht“) sind Projektideen einer Jugendgruppe im Alter von 18 bis 30 Jahren, die gemeinsam eine lokale Initiative umsetzen möchten, einreichfähig. Gefördert werden Projekte, für die sich mindestens fünf Jugendliche zusammenschließen, um ihre Umgebung positiv zu beeinflussen und den Ort/die Region zu bereichern (z. B. im Bereich Umwelt- und Klimaschutz), für weitere Informationen zum Call s. a. EU-Flash Nr. 95 vom 25. November 2019[9].

     

    1. LEADER – LE 14-20

       

      Grundsätzlich besteht eine EU-Fördermöglichkeit derartiger Projekte im Programm LE 14-20 – Schwerpunktbereich LEADER. Voraussetzung ist die Projektumsetzung in einer LEADER-Region bzw. regionsübergreifend in Übereinstimmung mit der lokalen Entwicklungsstrategie (LES) sowie Vorliegen eines positiven Förderbeschlusses seitens der jeweiligen Lokalen Aktionsgruppe (LAG).

      Die acht im Land Salzburg[10] tätigen Lokalen Aktionsgruppen sind:

       

    2. LAG Salzburger Seenland[11];

    3. LAG Fuschlseeregion-Mondseeland[12];

    4. LAG Lebens.Wert.Pongau – Lammertal[13];

    5. LAG Lungau[14];

    6. LAG Saalachtal[15];

    7. LAG Leader Region Nationalpark Hohe Tauern[16];

    8. LAG Pillerseetal-Leogang[17];

    9. LAG Kulturerbe Salzkammergut[18].

       

      Als Beispiele für entsprechende aktuelle LEADER-Projekte wären die „Klimaaktionstage Bischofshofen“ und die Maßnahme „Klima was nun? Das kann ich tun!“ im Pongau oder auch das Projekt „Klima- & Energiemodellregion“ im Lungau zu nennen.

     

    Landesrätin Mag.a (FH) Klambauer:

     

    Zu Frage 3: Diese Frage fällt nicht in meine Ressortzuständigkeit.

     

    Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Schellhorn:

     

    Zu Frage 3: Folgende Angebote aus dem Bereich Umweltbildung (Naturschutz) bzw. deren Konzeption sind über EU-Gelder (Ländliche Entwicklung) teilfinanziert:

     

    • Naturpädagogische Schulprojekte "Moore" und "Salzachauen" – Konzeption

    • Naturpädagogische Schulprojekte "Moore" und "Salzachauen" – Durchführung

     

    Weiters sind die bereits erwähnten Wanderausstellungen „Coole Kids für Prima Klima“ und

    „Klimaladen“ im Rahmen der EuRegio Traunstein, Berchtesgadener Land und Salzburg aus dem Programm Interreg finanziert.

     

    Landesrätin Mag.a (FH) Klambauer:

     

    Zu Frage 4: Ist es geplant, gemeinsam mit Akzente Workshops in den genannten Themenbereichen auszuarbeiten und in allen Bezirken anzubieten?

     

    Akzente Salzburg bietet bereits seit Oktober 2018 mit der Schaffung des Bereichs „Umwelt & Nachhaltigkeit“ im Rahmen der Klima- und Energiestrategie Salzburg 2050 Workshops für Jugendliche in der außerschulischen Jugendarbeit an. Schwerpunkte sind hier aktuell: Plastik und Abfall, Fridays for Future, Umwelt und mein persönliches Umfeld. Die Workshops werden laufend an die Bedürfnisse der jeweiligen Einrichtungen bzw. Zielgruppen angepasst. Workshops bzw. Beratungsgespräche werden auch für Fachkräfte der außerschulischen Jugendarbeit angeboten, um hier die Vorbildrolle und den pädagogischen Auftrag zu fördern und umweltbewusstes Handeln in den Berufsalltag mit Jugendlichen einfließen zu lassen. Ziel ist es, Jugendarbeiterinnen/Jugendarbeiter bereits in der Ausbildung bzw. später auch in der Weiterbildung zu erreichen. Zudem bietet akzente Salzburg über den Bereich eine allgemeine Anlaufstelle für klima- und umweltrelevante Fragen.

     

    Ausblick: Salzburg bzw. Akzente Salzburg nimmt mit der Schaffung eines klima- und umweltrelevanten Bereichs für die außerschulische Jugendarbeit eine Vorreiterrolle ein. Anfragen nach außerschulischen Umweltbildungsangeboten aus anderen Bundesländern unterstreichen dies. Die Ausweitung der Themenschwerpunkte ist daher geplant, ist jedoch von den budgetären Möglichkeiten abhängig.

     

     

     

    Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Schellhorn:

     

    Zu Frage 4: Seit dem Jahr 2019 gibt es den Fachbereich „Umwelt und Nachhaltigkeit“ bei Akzente Salzburg, welcher aus Mitteln der Abteilung 5 gefördert wird. Im Rahmen dieser Förderung werden gemeinsam mit der Umweltbildung des Landes zahlreiche Angebote (Workshops, Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen) für die schulische und außerschulische Umweltbildung sowie die Erwachsenenbildung (Zielgruppe: junge Erwachsene) erarbeitet. Diese sollen in Zukunft alle Bezirke abdecken.

     

    Weitere Informationen finden sich hier:

    https://www.akzente.net/fachbereiche/umwelt-nachhaltigkeit/ueber-die-fachstelle/.

      

    Landesrätin Mag.a (FH) Klambauer:

     

    Zu den Fragen 5 und 6:

    Frage 5: Gibt es ein Anreizsystem für Müllsammelaktionen oder Ähnliches?
    Frage 6: Gibt es im Rahmen des e5-Programmes für Kinder und Jugendliche Angebote in den Bereichen Klimaschutz, Mobilität und Abfallvermeidung?

     

    Diese Fragen fallen nicht in meine Ressortzuständigkeit.

     

    Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Schellhorn:

     

    Zu Frage 5: Grundsätzlich stehen – wie im Salzburger Abfallwirtschaftsgesetz vorgesehen - für die Beratung und Bewusstseinsbildung zum Thema Müll die Abfall- und Umweltberaterinnen und –berater der Gemeinden zur Verfügung.

     

    Die Umwelttaucher (Seenreinigung) werden seitens der Abteilung 5 jährlich gefördert.

     

    Bei der jährlichen Aktion „Sauberes Salzburg“ sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich an der landesweiten Flurreinigungsaktion zu beteiligen. Insbesondere Kindergärten, Schulen, Vereine und Organisationen machen bei der Aktion mit. Unterstützt (z. B. mit Säcken und Handschuhen) werden sie von kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben SAB und ZEMKA sowie von den Abfall- und Umweltberatern der jeweiligen Gemeinden.

     

    An dieser Stelle sei auch nochmals auf das Workshopangebot „Ver(sch)wenden – Lebensmittel im Abfall“ der Umweltbildung hingewiesen, bei dem es jedoch primär um Abfallvermeidung von Lebensmitteln geht (vgl. Frage 1).

     

    Zu Frage 6: Das e5-Programm unterstützt Gemeinden, um Schulen und Jugendorganisationen im eigenen Gemeindegebiet zu Energie/Klimaschutz-Aktivitäten zu motivieren. Im Juni 2019 fand dazu ein Workshop mit Vertretern aus Gemeinden und Akzente Salzburg im SIR statt.

     

    Die jeweiligen e5-Begleiter informieren laufend die e5-Teams und die Gemeindeverwaltung in den 33 e5-Gemeinden über die aktuellen Angebote von Partnerorganisationen im Bundesland Salzburg, die Aktivitäten für Schulen und außerschulische Einrichtungen anbieten (z. B.

    Klimabündnis Salzburg, Akzente Salzburg, Ökologischer Fußabdruck). Dazu zählen auch Ausstellungen und Informationskampagnen (z. B. Klima- und Energiemodellregion Salzburger     

    Seenland: Coole Kids für Prima Klima).

     

    Einzelne örtliche e5-Teams setzen eigenständige Initiativen in Schulen in ihrem jeweiligen lokalen Umfeld um, beispielsweise die Ausstellung "Coole Kids für prima Klima" in der Gemeinde Köstendorf im Oktober 2019, die Wanderausstellung „Konsum und Regenwald“ für alle Klassen der NMS Strobl im Frühjahr 2019 oder in St. Johann im Pongau (jährliche Aktionen zum Tag der Sonne im Gymnasium St. Johann: Solarkochen, Solarbasteln, Infos der Energieberatung).

     

    Die genannten Regierungsmitglieder ersuchen das Hohe Haus um Kenntnisnahme dieser Anfragebeantwortung.

     

     

    Salzburg, am 23. Dezember 2019

     

    Dr. Haslauer eh.

    Dr. Schellhorn eh.

    Mag.a (FH) Klambauer eh.

    Hutter eh.

     

     

     

     

    [1] vgl. https://www.salzburg.gv.at/europa_/Seiten/eu-flash89.aspx

    [2] vgl. S. 102f. des Leitfadens für Antragsteller zum Erasmus+ Call 2020 - https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/sites/erasmusplus2/files/erasmus-plus-programme-guide-2020_de.pdf

    [3] vgl. S. 34, https://erasmusplus.at/fileadmin/Dokumente/bildung.erasmusplus.at/Publikationen/Erasmus_imBild_04_web.pdf

    [4] Erasmus+-Projekte mit Beteiligung oder unter Federführung von Akteuren im Land Salzburg, vgl. https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects_en#search/keyword=salzburg&matchAllCountries=false 

    [5] vgl. https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects/eplus-project-details/#project/2015-3-AT02-KA347-001356

    [6] vgl. https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects/eplus-project-details/#project/2016-3-AT02-KA347-001751

    [7] vgl. https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects/eplus-project-details/#project/2018-1-AT02-KA347-002086

    [8] vgl. https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects/eplus-project-details/#project/2019-2-AT02-KA347-002435

    [9] vgl. https://www.salzburg.gv.at/europa_/Seiten/eu-flash95.aspx

    [10] vgl. https://www.salzburg.gv.at/themen/aw/elr-2-7/laendliche-entwicklung-14-20

    [11] vgl. https://www.rvss.at/Leader/Projekte

    [12] vgl. http://www.regionfumo.at/projekte-2014-2020/

    [13] vgl. http://leader.pongau.org/projekte/

    [14] vgl. https://www.biosphaerenpark.eu/leader/projekte/

    [15] vgl. https://www.leader-saalachtal.at/projekte/2014-2020

    [16] vgl. https://www.leader-nationalparkregion.at/projekte/

    [17] vgl. https://www.rm-tirol.at/regionen/regio3-pillerseetal-leukental-leogang/projekte/

    [18] vgl. https://www.regis.or.at/leader/