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Nr. 274 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(3. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Klubobmann Egger MBA, Zweiter Präsident Dr. Huber und Weitgasser betreffend

Aktivitäten gegen das Vergessen

 

 

Die Befreiung des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau jährte sich heuer am 27. Jänner zum 75. Mal. Die Gesellschaft erinnert sich an die Millionen Opfer des industriellen Massenmordes. Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti, Homosexuelle oder andere widerständige Frauen, Männer und Kinder wurden verfolgt, gefoltert und ermordet. Ihr Tod und ihr unermessliches Leid, das sie erfahren mussten, sind für uns und zukünftige Generationen eine Mahnung.

 

Aktivitäten gegen das Vergessen werden in unserer Zeit immer wichtiger, da es immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gibt, die über ihre Erlebnisse berichten können. Vereine, wie beispielsweise der Verein „MoRaH“ (March of Remembrance and Hope – Austria), bieten für österreichische Schülerinnen und Schüler ein umfangreiches Programm gegen das Vergessen an. Jahrzehntelang war der Salzburger Shoah-Überlebende Hofrat Marko M. Feingold Mitglied des Kernteams von „MoRaH“. 

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Landesregierung wird ersucht zu prüfen, wie Salzburger Schülerinnen und Schüler finanziell bei Aktivitäten gegen das Vergessen unterstützt werden können.

 

  1. Die Landesregierung wird ersucht, an die Salzburger Bildungsdirektion heranzutreten, eine Informationskampagne über das Angebot gegen das Vergessen (zB Verein „MoRaH“) an Salzburger Schulen zu initiieren.

     

  2. Dieser Antrag wird dem zugewiesen.
     

 

Salzburg, am 29. Jänner 2020

 

Egger MBA eh.

Dr. Huber eh.

Weitgasser eh.