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Nr. 101-BEA der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(3. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Beantwortung der Anfrage

 

der Abg. Zweiter Präsident Dr. Huber, Klubobmann Egger MBA und Weitgasser an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Stöckl (Nr. 101-ANF der Beilagen) betreffend Coronavirus

 

 

Hohes Haus!

 

Zur Beantwortung der Anfrage der Abg. Zweiter Präsident Dr. Huber, Klubobmann Egger MBA und Weitgasser betreffend Coronavirus vom 29. Jänner 2020 erlaube ich mir, Folgendes zu berichten:

 

Zu Frage 1: Gibt es aufgrund der weltweit auftretenden Fälle von Coronaviren eine Information bzw. Handlungsanleitung des Gesundheitsministeriums an die Landessanitätsdirektion?

 

Ja, die gibt es.

 

Zu Frage 2: Wenn ja, welche Information bzw. Handlungsanleitung hat die Landessanitätsdirektion bisher erhalten?

 

Die Informationen bzw. Handlungsanleitungen betreffen Falldefinitionen, kranken-haushygienische Richtlinien, die Vorgehensweise bei einem Verdachtsfall im niedergelassenen Bereich oder Hinweise auf aktuelle RKI-, WHO- und ECDC-Dokumente. Zudem gibt es regelmäßige
Telefonkonferenzen zwischen dem Gesundheitsministerium und der Landessanitätsdirektion.

 

Zu Frage 3: Welche Maßnahmen hat die Landessanitätsdirektion bisher zu Coronaviren getroffen und wie werden die Ärztinnen und Ärzte in den Salzburger Landeskliniken aktuell auf das Coronavirus vorbereitet?

 

Zu den Maßnahmen zählen die Weitergabe der Informationen und Handlungsanleitungen an Bezirkshauptmannschaften, Magistrat und Spitäler, Ärztekammer, das Erstellen eigener
bundeslandspezifischer Merkblätter, die tägliche Meldung der Verdachtsfälle an das
Bundesministerium, Besprechungen mit dem Katastrophenschutz des Landes und dem Roten Kreuz zur Erstellung eines Notfallplans (analog „Ebola“) sowie der ständige Austausch mit dem Uniklinikum. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Uniklinikum wurden über die Kernpunkte eingehend informiert. Zudem besteht eine Verschriftlichung „Vorgehen bei Verdacht und gesichertem Coronavirus (2019-nCoV)“, in welcher medizinische, hygienische und organisatorische Maßnahmen festgehalten sind. Es besteht ein „Expertenstab Coronavirus“, der akut Adaptierungen und nötige Maßnahmen beschließt und die Durchführung veranlasst. Auch die Führungskräfte der peripheren Landeskliniken sind über die Vorgehensweise informiert.

Ich ersuche das Hohe Haus um Kenntnisnahme dieser Anfragebeantwortung.

 

 

Salzburg, am 7. Februar 2020

 

Dr. Stöckl eh.