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Nr. 115-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(3. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Landtagspräsidentin Dr.in Pallauf und Ing. Wallner an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Schellhorn betreffend nachhaltige Textilunternehmen

 

 

Die österreichische Textilindustrie importiert jährlich rund 35 % an Produkten aus dem asiatischen Raum. Asiatische Produzenten achten häufig aber nicht auf die Umweltauswirkungen ihrer Herstellung. Daraus resultiert beispielsweise, dass der Aralsee schon bald einer Wüste gleicht und Flüsse, die Millionen Menschen als Wasserquelle dienen, als Abwasserkanäle der Textilindustrie genutzt werden. Krankheiten, Armut und Naturkatastrophen zählen zu den Folgen.

Während aus Niedriglohnländern weiter Textilien importiert werden, kaufen die oft ahnungslosen Konsumenten hierzulande weiter „Wegwerfmode“, die nach einigen wenigen Malen des Tragens wieder entsorgt werden kann. Handelsunternehmen, die ihre Produkte regional und nachhaltig produzieren lassen bzw. die diese von nachhaltigen Herstellern beziehen, sind dagegen vermehrten Hürden ausgesetzt und können mit den großen internationalen Handelsketten oft nur schwer mithalten.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten die

 

Anfrage:

 

  1. Gibt es bereits Maßnahmen, wie dem „Wegwerftrend“ entgegengewirkt werden kann?

     

  2. Werden regional produzierende Textilunternehmen bzw. Handelsunternehmen, die regionale und nachhaltige Textilien anbieten, vom Land unterstützt?

     

  3. Gibt es Förderungen für nachhaltige Textilproduzenten bzw. Handelsunternehmen im Land Salzburg?

 

  1. Gibt es Programme, die über die Problematik aufklären und dem Konsumenten diese bewusster machen sollen?

     

     

Salzburg, am 4. März 2020

 

Dr.in Pallauf eh.

 

Ing. Wallner eh.