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Nr. 431 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(3. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Zweiter Präsident Dr. Huber, Klubobmann Egger MBA und Weitgasser betreffend Pharmastandortkonzept

 

 

Die Coronakrise hat gezeigt, wie abhängig Europa und Österreich vom Import von Arzneimitteln sind. Es mehren sich die Stimmen, dass die Komplett-Auslagerung rückgängig gemacht und die Wirkstoff-Produktion auf mehrere Hersteller und Regionen aufgeteilt werden soll.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die zuständige Gesundheitspolitik. Sie kann durch eine aktive Standortpolitik und durch steuerliche Anreize und Förderungen die Arzneimittelforschung und -produktion forcieren.


Österreich hatte in den letzten Jahrzehnten mit einer starken Abwanderung der Arzneimittelforschung und -produktion zu kämpfen. Das führte dazu, dass Österreich bei klinischen Studien nun seltener eingebunden ist und bei der Auslieferung von Arzneimittelinnovationen nicht mehr in der ersten Welle zu finden sind.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Salzburger Landesregierung wird ersucht, an die Bundesregierung mit dem Ersuchen heranzutreten, ein Pharmastandortkonzept für Österreich auszuarbeiten, wobei das Ziel verfolgt werden soll, die Ansiedelung der Arzneimittelindustrie und –forschung voranzutreiben.

 

  1. Dieser Antrag wird dem Sozial-, Gesellschafts- und Gesundheitsausschuss zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 27. Mai 2020

 

Dr. Huber eh.

Egger MBA eh.

Weitgasser eh.