Meldung anzeigen


Nr. 493 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(3. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Zweiter Präsident Dr. Huber, Klubobmann Egger MBA und Weitgasser betreffend Spenden von Nahrungsmitteln

 

 

Der Lockdown während der Corona-Krise war besonders für einkommensschwache Salzburgerinnen und Salzburger belastend. Sozialmärkte wurden mit dem Lockdown geschlossen und Vereine, die niederschwellig Lebensmittel verteilen, haben ihre Fahrten eingestellt. Es entstanden zum Glück andere Initiativen (wie beispielsweise die „Rollende Speisekammer“) in Salzburg, die für einkommensschwache Salzburgerinnen und Salzburger Lebensmittel kostenlos zur Verfügung stellten. 

 

Spricht man mit Lebensmittelhändlerinnen und -händlern so beklagen diese, dass es für sie gar nicht möglich sei, Nahrungsmittel, die nicht mehr für den Verkauf geeignet sind (sei es, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde oder die Verpackung geringfügige Beschädigungen aufweist), kostenlos an Kundinnen und Kunden abzugeben.

 

Zwar können viele Nahrungsmittel von Sozialmärkten oder engagierten Vereinen „gerettet“ werden, dessen ungeachtet müssen jedoch eigentlich noch genießbare Nahrungsmittel täglich vernichtet werden. Gerade die Corona-Krise sollte hier zu einem Umdenken führen.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Salzburger Landesregierung wird ersucht, an die Bundesregierung mit der Bitte heranzutreten, zu prüfen, welche Anreize für Unternehmen geschaffen werden können, die Verschwendung von Nahrungsmitteln bestmöglich zu reduzieren.

 

  1. Dieser Antrag wird dem Sozial-, Gesellschafts- und Gesundheitsausschuss zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung

     

 

Salzburg, am 8. Juli 2020

 

Dr. Huber eh.

Egger MBA eh.

Weitgasser eh.