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Nr. 169-BEA der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Beantwortung der Anfrage

 

der Abg. Klubobmann Egger MBA, Zweiter Präsident Dr. Huber und Weitgasser an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Stöckl (Nr. 169-ANF der Beilagen) betreffend die wirtschaftlichen Folgen für den Salzburger Flughafen nach Einstellung der AUA-Flüge nach Wien

 

 

Hohes Haus!

 

Zur Beantwortung der Anfrage der Abg. Klubobmann Egger MBA, Zweiter Präsident Dr. Huber und Weitgasser betreffend die wirtschaftlichen Folgen für den Salzburger Flughafen nach Einstellung der AUA-Flüge nach Wien vom 8. Juli 2020 erlaube ich mir, Folgendes zu berichten:

 

Welche wirtschaftlichen Folgen für den Flughafen Salzburg gehen mit der Einstellung der AUA-Kurzstrecke Salzburg-Wien-Salzburg einher?

 

Die AUA repräsentierte laut Auskunft des Salzburger Flughafens in einem Nichtkrisenjahr mit rund 100.000 Passagieren einen Marktanteil von rund 5,5 %. Durch die Einstellung der Strecke Salzburg-Wien ergibt sich unmittelbar ein Umsatzausfall in dieser Höhe.

 

Außerhalb der Krise hätte sich der Flughafen in der Lage gesehen, diesen Ausfall innerhalb von zwölf bis 18 Monaten durch neue Geschäfte zu kompensieren, wie dies auch bei der Insolvenz der Air Berlin (mit einem damaligen Marktanteil von 25 %) der Fall war.

 

Da wir uns nach wie vor in der Covid-19-Krise befinden, ist eine Kompensation derzeit nicht absehbar. Die Luftfahrt gehört zu den am stärksten betroffenen Branchen der Krise, aus der sie sich nur sehr langsam erholen wird. Umso schwerwiegender ist daher die völlige Einstellung einer etablierten Strecke an den einzigen österreichischen Hub zu bewerten.

 

Ich ersuche das Hohe Haus um Kenntnisnahme dieser Anfragebeantwortung.

 

 

Salzburg, am 6. August 2020

 

 Dr. Stöckl eh.