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Nr. 006-BEA der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Beantwortung der dringlichen Anfrage

 

der Abg. Klubobfrau Svazek BA und Dr. Schöppl an Landeshauptmann Dr. Haslauer (Nr. 6-ANF der Beilagen) betreffend eine Covid-Strategie des Landes Salzburg für den Wintertourismus

 

 

Hohes Haus!

 

Zur Beantwortung der dringlichen Anfrage der Abg. Klubobfrau Svazek BA und Dr. Schöppl betreffend eine Covid-Strategie des Landes Salzburg für den Wintertourismus vom 28. Juli 2020 erlaube ich mir, Folgendes zu berichten:

 

Zu Frage 1: Wie wird sich das Land Salzburg, insbesondere Sie als Tourismusreferent, sowie Vertreter der Branche, auf die kommende Wintersaison vorbereiten, um ein abruptes Saisonende durch Auftreten gehäufter Covid-Fälle und eine damit einhergehende wirtschaftliche Katastrophe zu vermeiden?
 

Unser aller Augenmerk ist momentan auf die Sommersaison gerichtet. In Folge werden die bis dahin gewonnenen Erfahrungen der involvierten und betroffenen Organisationen und Einrichtungen (z. B. Gesundheitsbehörden, Tourismusverbände, Tourismusbetriebe, Seilbahnunternehmungen etc.) evaluiert und entsprechend adaptiert.

 

Zu Frage 2: Haben Sie als Tourismusreferent gemeinsam mit Vertretern der Branche eine Kommunikationsstrategie für die anzuwendenden Maßnahmen und Regeln für Hotel- und Beherbergungsbetriebe sowie für in Salzburg urlaubende Gäste für die kommende Wintersaison erstellt oder zumindest in Planung?
 

Gemeinsam mit der SalzburgerLand Tourismus GmbH, den heimischen Tourismusverbänden und der Wirtschafskammer Salzburg, als Vertretung der heimischen Betriebe, werden rechtzeitig vor der kommenden Wintersaison auch entsprechende Kommunikationsstrategien ausgearbeitet.

 

Zu Frage 3: Haben Sie als Tourismusreferent gemeinsam mit Vertretern der Branche bereits einen Leitfaden, Regeln und Maßnahmen für Hotel- und Beherbergungsbetriebe für die kommende Wintersaison erstellt oder zumindest in Planung?


Das Covid-Board des Landes hat gemeinsam mit betroffenen Organisationen und Vertretern – natürlich auch mit der Tourismusbranche - Notfallpläne für Szenarien zur Eindämmung des Corona-Virus entwickelt. Die Pläne unterstützen bei der Erstellung von Sicherheitskonzepten und stellen eine Anleitung dar, wie bei einem Verdacht auf eine Covid-19-Infektion vorgegangen werden soll. Eine Evaluierung für die Wintersaison erfolgt unter Einbeziehung der Erfahrungen des heurigen Sommers.

     

Zu Frage 4: Könnte das Verhängen einer Quarantäne über ganze Ortschaften und Gebiete wie etwa im Frühjahr (Beispiel Flachau, Altenmarkt etc.) auch im Winter als Maßnahme angewandt werden?

 

Unser Fokus liegt auf der Eindämmung des Virus durch Containment und gezieltes Contact-Tracing. Eine allfällige Quarantäne ist nur dann erforderlich, wenn die Kontaktpersonenverfolgung nicht mehr möglich ist und aus meiner Sicht unbedingt zu vermeiden.

 

Zu Frage 5: Könnten einzelne Betriebsschließungen bei Auftreten gehäufter Covid-Fälle als Maßnahme angewandt werden?

 

Diese Maßnahmen sind grundsätzlich nicht auszuschließen, werden aber situationsbedingt von den Gesundheitsbehörden in den Bezirken entschieden.

 

Ich ersuche das Hohe Haus um Kenntnisnahme dieser Anfragebeantwortung.

 

 

Salzburg, am 11. August 2020

 

Dr. Haslauer eh.