Meldung anzeigen


Nr. 044-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Klubobfrau Svazek BA und Dr. Schöppl an die Landesregierung betreffend die Beratungskosten der Salzburg AG

 

 

Unternehmensberater bieten anderen Unternehmen eine Beratung oder Dienstleistung an. Im Vordergrund stehen produkttechnische Fragen, Betriebsorganisation, Kostenrechnung und

–planung sowie optimierte Vorgänge in jeglichem Bereich. Auch die Politik bedient sich gerne externer Berater. Gerade wenn Fachwissen fehlt bzw. der nötige Aufwand die eigenen Kapazitäten übersteigt. Externe Beratung hat jedoch ihren Preis. So etwa schreiben die Salzburger Nachrichten am 22. September 2020, dass im Rahmen des Finanzskandals Honorare an externe Berater in Höhe von € 17 Mio. geflossen sind oder Landesrat Mag. Schnöll aktuell zur Bewertung der Salzburger Lokalbahn Honorare in Höhe von € 1.900,-- pro Tag ausgibt.

 

Da das Land Salzburg verpflichtet ist nach den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit zu wirtschaften und damit im Zusammenhang auch hohe Beraterhonorare zu Buche stehen, stellen die unterzeichneten Abgeordneten die

 

Anfrage:

 

  1. Wie hoch waren die Beratungskosten externer Firmen (Firmen, die beauftragt werden, Lösungen für bestimmte Fragestellungen eines Unternehmens zu finden. Dabei kann es sowohl um die Einsparung von Kosten, die Erschließung neuer Märkte oder die komplette Neuausrichtung eines Unternehmens gehen) für die Salzburg AG, aufgeschlüsselt nach den Jahren 2015, 2016, 2017, 2018 und 2019?

     

  2. Wie hoch waren die jeweiligen Kosten im oben genannten Zeitraum, aufgegliedert nach Firma, Auftrag, Leistung und Laufzeit der Verträge?

     

  3. Warum wurden die in Frage 2. genannten Firmen als externe Dienstleister herangezogen?

     

  4. Welchen positiven Output brachte die jeweilige in Frage 2. genannte Beratertätigkeit, aufgeschlüsselt nach den Jahren 2015, 2016, 2017, 2018, 2019 und nach dem jeweiligen Auftrag?

     

  5. Nach welchen Vergaberichtlinien und Kriterien wurden die in Punkt 2. genannten Beratungsfirmen beauftragt, aufgeschlüsselt nach dem jeweiligen Auftrag?

     

  6. Welche Beratungsfirmen, die sich für Aufträge bewarben (siehe Frage 2.) wurden abgelehnt und warum?

     

  7. Wie hoch sind die Beratungskosten externer Firmen für die Salzburg AG explizit betreffend die Ausgliederung der Sparte Verkehr bis jetzt?

     

  8. Wie hoch werden die Beratungskosten externer Firmen für die Salzburg AG explizit betreffend die Ausgliederung der Sparte Verkehr bis Abschluss des Projekts sein?

     

  9. Welche Firmen haben sich für Beratungstätigkeiten für die Salzburg AG explizit für die Ausgliederung der Sparte Verkehr beworben?

     

  10. Welche Beratungsfirma hat für die Ausgliederung des Verkehrs aus der Salzburg AG den Auftrag erhalten?

 

  1. Warum hat jene Beratungsfirma den Auftrag erhalten?

 

 

Salzburg, am 22. September 2020

 

Svazek BA eh.

 

Dr. Schöppl eh.