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Nr. 169 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Zweiter Präsident Dr. Huber, Klubobmann Egger MBA und Weitgasser betreffend transparente SKI-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm

 

 

Trotz der weltweit grassierenden Corona-Pandemie war der 3. Oktober 2020 für den Österreichischen und den Salzburger Sport ein Freudentag. 34 Jahre nach der "Sonnen-WM" von 1991 wird Saalbach-Hinterglemm vom 4. bis 23. Februar 2025 zum zweiten Mal die WM ausrichten. Das Voting für Saalbach-Hinterglemm war eindeutig.

 

Für die Region ist die SKI-WM neben der sportlichen Perspektive auch für die Infrastruktur und den Tourismus wesentlich. Ersten Meldungen nach werden € 40 Mio. bis € 50 Mio. zusätzlich in die Region investiert werden.

 

Die letzte Alpine SKI-WM in Österreich fand im Februar 2013 im steirischen Schladming statt. Rund um diese WM wurden circa € 247 Mio. an öffentlichen Mitteln investiert. Das Land Steiermark bezahlte für „WM-relevante Vorhaben“ rund € 60 Mio., der Bund steuerte nochmals € 24 Mio. bei. Der Rechnungshof kritisierte Jahre später den teils schlampigen Umgang mit Steuergeldern. Beispielsweise seien Bau- bzw. Infrastrukturvorhaben bezahlt worden, die bereits mit Geld der FIS beglichen worden waren. Eine Endabrechnung der WM 2013 hat der Steuerzahler bis heute nicht gesehen.

 

Umso wichtiger ist es, die Kritikpunkte des Rechnungshofes an der Ski-WM in Schladming zu beachten und für die kommende SKI-WM in Saalbach-Hinterglemm eine transparente Darstellung der öffentlichen Gelder sowie eine Kontrolle der eingesetzten Mittel zu gewährleisten.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Landesregierung wird ersucht,

 

  1. den Einsatz der Mittel des Landes Salzburg zur alpinen SKI-WM 2025 transparent darzustellen, sowie

 

  1. an die Organisatoren der Ski-WM 2025 heranzutreten, dass die SKI-WM so nachhaltig und naturnahe ausgerichtet wird, dass diese als Role-Model für den Strukturwandel im Skitourismus gesehen werden kann und das Bundesland Salzburg als Marke und Vorreiter davon profitiert.

 

2.      Dieser Antrag wird dem Bildungs-, Sport- und Kulturausschuss zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 16. Dezember 2020

 

Dr. Huber eh.

Egger MBA eh.

Weitgasser eh.