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Nr. 108-BEA der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Beantwortung der Anfrage

 

der Abg. Klubobmann Egger MBA, Zweiter Präsident Dr. Huber und Weitgasser an Landesrat Mag. Schnöll (Nr. 108-ANF der Beilagen) betreffend Elektrifizierung der Pinzgauer Lokalbahn

 

 

Hohes Haus!

 

Zur Beantwortung der Anfrage der Abg. Klubobmann Egger MBA, Zweiter Präsident Dr. Huber und Weitgasser betreffend Elektrifizierung der Pinzgauer Lokalbahn vom 11. November 2020 erlaube ich mir, Folgendes zu berichten:

 

Zu Frage 1: Gibt es einen Zeitplan, bis wann die Strecke der Pinzgauer Lokalbahn elektrifiziert werden soll?

 

Derzeit geht man von einer Umsetzung ab 2026 aus.

 

Zu Frage 2: Wieviel CO2 wird man voraussichtlich durch eine Elektrifizierung der Lokalbahn jährlich sparen?

 

Durch die Elektrifizierung der Pinzgauer Lokalbahn wird man bei gleichbleibendem Fahrplan (660.000 Kilometer pro Jahr) jährlich rund 2.400 Tonnen sparen.

 

Zu Frage 3: Wie viel wird die Elektrifizierung der Strecke der Pinzgauer Lokalbahn voraussichtlich kosten?

 

Die Investitionskosten für die Elektrifizierung bewegen sich laut einer Vorstudie im Rahmen von € 42,3 Mio. (Preisbasis 2020). Genauere Beträge können erst nach Vorliegen von Ergebnissen einer Ausschreibung genannt werden.

 

Zu Frage 4: Ist bei der Beschaffung der neuen Triebwägen für die Pinzgauer Lokalbahn hinsichtlich des Komforts etwa die Möglichkeit eines WLAN oder einer sanitären Anlage im Zug geplant?

 

Die neuen Triebwägen für die Pinzgauer Lokalbahn sollen jedenfalls mit WLAN ausgestattet werden. Im Zuge der Beschaffung gibt es auch die Möglichkeit die Fahrzeuge mit sanitären Anlagen auszustatten. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht getroffen.

 

Zu Frage 5: Wie viele neue Triebwägen sollen gekauft werden und wie viel werden diese voraussichtlich kosten? Ist eine Verlängerung der Garnitur zugunsten eines Mehrangebots an Sitzplätzen geplant?

 

Es sollen neun neue Garnituren angekauft werden, um den Betrieb in der gewünschten Form abzuwickeln. Die Kosten für die Anschaffung neun neuer Fahrzeuge werden etwa auf € 80 Mio. geschätzt. Genauere Beträge können erst nach Vorliegen von Ergebnissen einer Ausschreibung genannt werden. Betreffend die Fahrzeuglänge wird eine Verlängerung um einen Wagen angestrebt, um damit ein Mehrangebot an Sitzplätzen zu garantieren.

 

Zu Frage 6: Gibt es einen Zeitplan, bis wann die Bahn-Verlängerung nach Krimml stattfinden soll?

 

In den kommenden Monaten wird es bezüglich der Verlängerung der Pinzgauer Lokalbahn nach Krimml vertiefende Gespräche geben. Im Laufe des nächsten Jahres soll eine detaillierte Untersuchung zur favorisierten Trassenvariante folgen. Daraufhin sollen die Budgetverhandlungen vertieft werden und die Finanzierung geklärt werden. Nach Vorliegen der Finanzierung und der nötigen Genehmigungen würde die Bauzeit voraussichtlich zwei Jahre betragen. Derzeit geht man von einer Umsetzung ab dem Jahr 2026 aus.

 

Zu Frage 7: Wie viel wird die Bahn-Verlängerung nach Krimml voraussichtlich kosten?

 

Derzeit werden verschiedene Trassen-Varianten ausgearbeitet. Je nach Variante liegen die Kosten zwischen € 19 und € 25 Mio. netto (Preisstand 2020).

 

Zu Frage 8: Gibt es schon Ergebnisse der Untersuchung zu Potential und Machbarkeit der "Stichbahn" nach Kaprun?

 

Eine Untersuchung hierzu ist in Vorbereitung.

 

Zu Frage 8.1.: Wenn ja, wird die Stichbahn nach Kaprun errichtet?

 

Siehe Beantwortung zu Frage 8.

 

Ich ersuche das Hohe Haus um Kenntnisnahme dieser Anfragebeantwortung.

 

 

Salzburg, am 22. Dezember 2020

 

Mag. Schnöll eh.