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Nr. 141-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Thöny MBA und Klubvorsitzenden Wanner an die Landesregierung betreffend die Hospiz- und Palliativversorgung im Bundesland Salzburg

 

 

Die Palliativ- und Hospizversorgung ist ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitswesens und eine wichtige Stütze für Betroffene.

Im Hospiz- und Palliativbereich liegt die Herausforderung nicht nur im Umgang mit dem jeweiligen Schicksal, sondern auch darin, dass es nicht planbar ist und diese wichtige Hilfe, die oft rund um die Uhr notwendig ist, nicht von der wirtschaftlichen Seite betrachtet werden darf.

Die mobile Palliativ- und Hospizversorgung ermöglicht den Wunsch vieler Betroffener „daheim zu sterben“. Sie ist oft ein Wettlauf mit dem Tod, wo gerade in der Endphase und in den krisenhaften Zwischenzeiten, zwar vorausschauend, aber nicht vorauswissend geplant werden kann. Effizientes Arbeiten im Sinne der Wirtschaft ist durch die komplexen und sehr individuellen Entscheidungen, die notwendig sind, nicht machbar. Es geht um die Qualität und es genügt nicht „das Notwendigste“ zu tun.

In der aktuellen Diskussion um die Beihilfe zum Sterben und den assistierenden Suizid, wurde stets auf die Bedeutung des Ausbaus der Palliativ- und Hospizversorgung hingewiesen.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten die

 

Anfrage:

 

  1. Wie ist das Budget für die Palliativ- und Hospizversorgung eingeteilt? (Es wird um eine Aufstellung jeweils nach Bezirken und Trägern und jeweilige Höhe des zur Verfügung gestellten Budgets ersucht.)

 

  1. Wie hat sich das Budget im Vergleich zum Jahr 2000 verändert?

 

  1. Wie ist die Budgetaufteilung in Hospiz– bzw. Palliativbereichen (mobil wie auch ambulant)?

     

  2. Wie viele Palliativbetten gibt es? (Es wird um eine Auflistung nach Standorten und jeweiligen Bettenanzahl ersucht.)

 

  1. Gibt es einen zusätzlichen Bedarf an Palliativbetten in den jeweiligen Bezirken?

     

    1. Wenn ja, wie hoch ist dieser in den einzelnen Bezirken?

    2. Wie wird der Bedarf erhoben?

 

  1. Gibt es Wartelisten für mobile Hospiz- und Palliativversorgung?

 

  1. Wenn ja, wie lange sind die Wartezeiten? (Es wird um Auflistung nach mobiler Hospiz und Palliativversorgung ersucht.)

 

  1. Wie wird hier der Bedarf erhoben?

     

  2. Was hat sich bezugnehmend auf die Beantwortung der Frage 3 der Anfrage Nr. 553 der 2. Session der 15. GP betreffend die palliative Versorgung im Bundesland Salzburg zur Warteliste seit 2014 verbessert bzw. was hat das Land Salzburg seither unternommen?

     

  3. Wie geht man mit Akutfällen um, wenn die Stundenkapazitäten eingeteilt bzw. ausgeschöpft sind?

 

  1. Wie schnell ist eine Akutversorgung in der finalen Phase möglich?

 

  1. Aus welchen Gründen und in welchem Ausmaß werden stationäre Palliativbetten vom mobilen Hospizteam in Anspruch genommen?

 

  1. Wie viele Palliativmediziner und Pflegekräfte mit Palliativausbildung sind in den jeweiligen Bezirken angestellt?

     

    1. Hat man genug Personalressourcen in der Palliativ- und Hospizversorgung?

 

  1. Wenn nicht, welche Bestrebung gibt es diesen Bereich auszubauen?

 

  1. Wie erfolgt die Planung und Koordination dieser beiden Bereiche?

 

  1. Hat sich in den letzten 20 Jahren die Patientenanzahl vervielfacht?

     

    1. Wenn ja, gab und gibt es eine bedarfsorientierte Ausweitung des palliativ medizinischen Angebotes?

 

  1. Wenn nein, warum nicht?

     

  2. Wie ist die mobile Palliativ- und Hospizarbeit abgedeckt? (Es wird um Auflistung nach den Personalressourcen pro Bezirk ersucht.)

 

  1. Wie wird das interdisziplinäre Team im mobilen Bereich zusammengesetzt?

  2. Gibt es bezüglich den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Salzburg einen Zukunftsplan?

 

  1. Wenn ja, welchen und in welchem Zeitraum?

 

  1. Wenn nein, warum nicht?

     

  2. Wie wird die mobile palliative Versorgung zu Hause finanziert?

 

  1. Wie hoch sind dafür die Zeitressourcen beim Personal pro Patient/Patientin?

 

  1. Wie genau werden die pflegenden Angehörigen und der betroffene Patient unterstützt, wenn die Sterbephase auf sie zukommt?

 

  1. Der palliative Patient, welcher zuhause ist wird von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr versorgt, auch samstags und sonntags, wie erfolgt die Versorgung in den Zwischenzeiten?

 

  1. Wie weit ist es dem mobilen Palliativteam möglich, vorausschauend zu planen bzw. den/die Angehörigen einzuschulen?

     

  2. In wie weit ist Telemedizin als neuer Weg der Technik in der Palliative Care gerechtfertigt?

 

  1. Wo und in welchem Ausmaß kommt hier Telemedizin zum Einsatz?

 

  1. Wie ist der Bedarf für Telemedizin im Palliativ-Bereich im städtischen und ländlichen Bereich?

     

  2. Im Innergebirg gibt es eine gemeinsame Koordination von mobilen Hospiz und Palliative Teams. Wie sind die Erfahrungen in Bezug der gemeinsamen Koordination?

 

  1. Welche unterstützende Funktion und in welchem Ausmaß hat die ehrenamtliche Hospizarbeit zusätzlich zum mobilen Palliativen Team?

     

  2. Wie stellt sich die Hospizbegleitung und Palliative Care im Bereich der Kinder- und Jugendlichen dar?

     

    1. Ist die vorhandene Versorgung ausreichend?

 

  1. Gibt es auch Angebote für Hospizbegleitung und Palliative Care im Bereich der Kinder- und Jugendlichen im ländlichen Bereich?

     

    1. Wenn ja, wird um entsprechende Aufstellung des Angebots bzw. der Versorgung pro Bezirk ersucht.

 

  1. Wenn nein, warum nicht?

 

 

Salzburg, am 27. Jänner 2021

 

Thöny MBA eh.

 

Wanner eh.