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Nr. 143-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Dringliche Anfrage

 

der Abg. Klubobfrau Svazek BA und Dr. Schöppl an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Stöckl betreffend Datenleck auf der COVID-Anmeldeplattform zum kostenlosen Antigen-Schnelltest

 

 

Der Rotkreuz-Landesverband Salzburg betreibt im Auftrag des Landes Salzburg die Seite www.salzburg-testet.at. Über diese Webplattform können sich Menschen in Salzburg zu den kostenlosen Corona-Tests anmelden. Am 28. Jänner wurde bekannt, dass bereits zwei Wochen zuvor die Webseite gehackt wurde und es zu Downloads von Anmeldedaten von 2.401 Personen durch dazu nicht berechtigte User mittels einer speziellen Software gekommen ist. Darunter fallen Daten wie Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und die Sozialversicherungsnummer.

Durch diesen Hackerangriff sind sensible Daten preisgegeben worden. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass die Bevölkerung Testungen und Impfungen kritisch gegenübersteht und die Landesregierung besser alles in ihrer Macht Stehende unternehmen sollte, das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen, wird das Datenleck noch mehr Menschen davon abhalten, den Test- und Impfaufforderungen Folge zu leisten. Es wäre seitens der Landesregierung an der Zeit, Verantwortung für die sich mehrenden Missgeschicke zu übernehmen.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten gemäß § 78 Abs. 1 GO-LT die

 

dringliche Anfrage:

 

  1. Welches Unternehmen ist für die Erstellung, Wartung und Sicherheit der Online-Plattform www.salzburg-testet.at verantwortlich?

 

  1. Wann haben Sie das erste Mal vom Datenleck und der infolge dessen Absaugung von 2.401 sensiblen Daten von Salzburgerinnen und Salzburgern erfahren?

 

  1. Wie gestaltete sich in weiterer Folge die Informationskette und wann wurden betroffene Salzburgerinnen und Salzburger vom Datenleck informiert?

 

  1. Welche Maßnahmen werden getroffen, um derartige Angriffe und Datenlecks in Zukunft zu verhindern?

 

 

  1. Bei wem sehen Sie die Verantwortung für den entstandenen Schaden, bei Ihnen als Auftragsgeber, beim Roten Kreuz oder beim beauftragten Unternehmen zur Erstellung, Wartung und Sicherheit der Online-Plattform?

 

 

Salzburg, am 3. Februar 2021

 

Svazek BA eh.

Dr. Schöppl eh.