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Nr. 398 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Zweiter Präsident Dr. Huber, Klubobmann Egger MBA und Weitgasser betreffend Arzneimittelrückstände in der Umwelt

 


Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wissen gar nicht, dass sie durch die Einnahme und falsche Entsorgung von Medikamenten die Umwelt zusätzlich belasten. Wirkstoffe, die nicht vollständig im Körper abgebaut werden, gelangen über das Abwasser in die Kläranlagen. Trotz des hohen technischen Aufwandes können die Anlagen die Vielzahl an chemischen Verbindungen nicht vollständig abbauen. Über den Verlauf der Kläranlage in die Flüsse und Seen finden die Arzneimittelrückstände ihren Weg dann in die Umwelt, in die Gewässer und schlussendlich ins Grundwasser. Derselbe Effekt entsteht bei falscher Entsorgung von Medikamenten über die Toilette.

 

Berufsgruppen innerhalb der Medizin und der Pharmazie kommt eine wichtige Schlüsselrolle in der Kommunikation bezüglich Arzneimitteln und Umweltrisiken zu. Sie sind die Vertrauenspersonen, an die sich Patientinnen und Patienten wenden, wenn es um die Verschreibung und Handhabung von Arzneimitteln geht.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. < > Landesregierung wird ersucht, an die Bundesregierung mit der Forderung heranzutreten, einen umweltbewussten Umgang mit Arzneimitteln im Medizin- und Pharmaziestudium zu verankern sowie die österreichischen Verbraucherinnen und Verbraucher mittels Aufklärungskampagnen über die korrekte Entsorgung von Arzneimitteln zu informieren. 

    Dieser Antrag wird dem zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 28. April 2021

 

Dr. Huber eh.

           Egger MBA eh.

Weitgasser eh.