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Nr. 239-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Klubobfrau Svazek BA und Dr. Schöppl an die Landesregierung betreffend Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache an Kindergärten

 

 

Von Jahr zu Jahr erhöht sich der Anteil an Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache an Österreichs Kindergärten, was nicht nur in den Ballungszentren für die integrationspolitisch oft schwierig zu handhabende Situation verantwortlich ist, dass dort oft schon eine Minderheit von Kindern mit deutscher Muttersprache einer Mehrheit gegenübersteht, für die Deutsch eine Fremdsprache darstellt. Da das Erlernen der Amtssprache gerade durch das Spielen mit autochthonen Bevölkerungsgruppen erlernt wird, besteht hier ein eindeutiger Mangel.

 

Da dementsprechend zweifelsohne ein Zusammenhang zwischen dem hohen Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache in Kindergärten und der Sprachentwicklung bzw. dem Lernfortschritt besteht, stellen die unterzeichneten Abgeordneten die

 

Anfrage:

 

  1. Wie hoch ist bzw. war der Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache (absolut und prozentuell) im Kindergartenjahr 2018/2019, 2019/2020 und 2020/2021 in den einzelnen Salzburger Kindergärten, aufgegliedert nach Standort, Kindergartengruppen und Bezirk)?

 

  1. Welche konkreten Maßnahmen wurden bzw. werden in den Bereichen Sprachförderung und Integration – insbesondere in Gruppen mit hohem Anteil an Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache – in oben genanntem Zeitraum gesetzt?

 

  1. Wie hoch waren die Kosten für Sprachförderprogramme und -maßnahmen an Salzburger Kindergärten in oben genanntem Zeitraum, aufgegliedert nach Jahr und Standort?

 

  1. Von welchen Trägerorganisationen wurden die Sprachförderungs- und Integrationsmaßnahmen in oben genanntem Zeitraum durchgeführt?

 

  1. Wie hoch belaufen sich die diesbezüglichen Kosten, gegliedert nach dem jeweiligen Jahr?

 

 

Salzburg, am 27. Mai 2021

 

Svazek BA eh.

Dr. Schöppl eh.