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Nr. 244-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Dringliche Anfrage

 

der Abg. Klubobfrau Svazek BA und Dr. Schöppl an Landesrat Mag. Schnöll betreffend notwendige Autobahnanschlussstellen auf der Stadtautobahn

 

 

Um von Großgmain kommend die Salzburger Stadtautobahn zu erreichen, benutzen unzählige Pendler die enge zweispurige Fahrbahn der deutschen A8. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens gibt es beinahe täglich Stau. Die Autofahrer spüren die Folgen der deutschen Grenzkontrollen und sowohl der Individualverkehr als auch Frächter leiden unter der Situation. Daher plante man bereits vor Jahren im Bereich des Grenzübergangs Walserberg die Errichtung neuer Anschlussstellen, welche im Verkehrskonzept der Gemeinde Wals auch enthalten sind und von der Gemeinde gefordert werden. Es bestehen bereits zwei Betriebsauffahrten an der Großgmainer Landesstraße, die im Falle einer Öffnung für den allgemeinen Verkehr nicht nur eine Verkürzung der Wege zur Folge hätten, sondern auch zur Entlastung der Zubringerstraße zum Kleinen Walserberg und damit zu einer Verkehrsentlastung der Umlandgemeinden, wie Großgmain, Wals oder Wals-Siezenheim, führen würden.

 

Ebenso dringend notwendig sind zwei weitere Anschlussstellen entlang der A10 in Höhe der Grödiger Ortsteile Eichet und Glanegg. Einerseits muss das Ortsgebiet von Grödig in Richtung Gewerbegebiet von LKW entlastet werden, die bisher in Salzburg Süd abfahren müssen und quer durch die Ortsteile St. Leonhard und Grödig sich den Weg Richtung Gewerbegebiet bahnen. Andererseits entlastet eine Anschlussstelle in Höhe Eichet den Ortsteil Glanegg und Grödig vor dem Autobahnzubringerverkehr von Großgmain, Fürstenbrunn und vor allem der Stadt Salzburg kommend. Eine Machbarkeitsstudie der ASFINAG ist zwar in Auftrag gegeben worden, jedoch liegen bis heute keine Ergebnisse vor.

 

Die betroffenen Gemeinden stehen diesen drei Autobahnanschlussstellen positiv gegenüber. Nur die Stadt Salzburg lehnt diese kategorisch ab, obwohl gerade die Landeshauptstadt unter dem Ausweichverkehr leidet.

 

Da neben einer Verkehrsentlastung dementsprechende Verkehrslösungen auch wesentlich zu einer Entlastung der Umwelt beitragen, da durch geringere Fahrstrecken der Treibstoffverbrauch der Fahrzeuge reduziert wird, stellen die unterzeichneten Abgeordneten gemäß § 78 Abs. 1 GO-LT die

 

dringliche Anfrage:

 

  1. Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die in der Präambel genannten Autobahnanschlüsse umgesetzt werden und wenn ja, in welcher Prioritätenreihung und wann?

  2. Wie und wann werden Sie mit Bürgermeister Preuner in Kontakt treten, um die Stadt Salzburg von der Sinnhaftigkeit der in der Präambel genannten Autobahnanschlüsse zu überzeugen?

 

  1. Haben Sie bereits mit den Gemeinden Großgmain, Grödig bzw. Wals Kontakt betreffend der Autobahnanschlüsse gehabt und wenn ja, welche Inhalte wurden besprochen?

 

  1. Haben Sie bereits mit dem Verkehrsministerium bzw. der ASFINAG Kontakt betreffend der in der Präambel genannten Autobahnanschlüsse gehabt?

 

  1. In welcher Höhe werden sich die betroffenen Gemeinden an den Errichtungskosten beteiligen müssen?

     

Salzburg, am 2. Juni 2021

 

Svazek BA eh.

 

Dr. Schöppl eh.