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Nr. 519 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Klubobfrau Svazek BA, Berger, Lassacher, Rieder, Dr. Schöppl, Stöllner und Teufl betreffend Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz in Österreich

 

 

Der Operationstechnische Assistent gehört zu den Medizinischen Assistenzberufen und umfasst unter anderem die eigenverantwortliche perioperative Betreuung und Versorgung der Patienten sowie die Assistenz des Arztes. Das Berufsbild erstreckt sich auf das Instrumentieren in allen operativen Fachrichtungen einschließlich Vorbereitung der erforderlichen Instrumente, Apparate und Materialien, die Durchführung operationsspezifischer Lagerungen und Positionierungen, etc. Diese akademische Fachkraft bekommt im medizinischen Bereich eine immer größere Bedeutung.

 

Die Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten soll einem aus dem Jahr 2019 stammenden Ministerialentwurf zur Novellierung des Medizinische Assistenzberufe-Gesetzes zufolge drei Jahre dauern und 4.600 Stunden umfassen, wovon 1.600 Stunden auf die theoretische Ausbildung und 3.000 Stunden auf die praktische Ausbildung entfallen.

 

Der Ministerialentwurf sieht des Weiteren die gesetzlichen Regelungen zur Ausbildung in der Operationstechnischen Assistenz vor, die nach Bewilligung des Landeshauptmannes an Schulen für medizinische Assistenzberufe, Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege sowie Sonderausbildungen in der Pflege im Operationsbereich durchgeführt werden können.

 

Während in der Bundesrepublik Deutschland die Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten bereits gesetzlich geregelt ist, ist die Beschlussfassung einer gesetzlichen Regelung über das Berufsrecht und die Ausbildung bei uns noch ausständig.

 

Nach Durchsicht von Stellenangeboten verschiedener Jobbörsen erkennt man schnell, dass viele Krankenhäuser Österreichs händeringend nach diesen Fachkräften suchen. Um zukünftige Operationstechnische Assistenten selber ausbilden zu können und diese nach Abschluss der Ausbildung in unseren Landeskrankenhäusern halten zu können, sollte dringend erwogen werden, die dafür rechtlichen Rahmenbedingungen nun endlich zu beschließen.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Salzburger Landesregierung wird ersucht, sich bei der Bundesregierung dafür einzusetzen, damit die Ausbildung zur „Operationstechnischen Assistenz“ in Österreich an dafür zulässigen Ausbildungsstätten durchgeführt werden kann.

 

  1. Dieser Antrag wird dem Sozial-, Gesellschafts- und Gesundheitsausschuss zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 7. Juli 2021

 

Svazek BA eh.

Berger eh.

Lassacher eh.

 

Rieder eh.

 

 

Dr. Schöppl eh.

 

Stöllner eh.

 

Teufl eh.