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Nr. 265-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(4. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Dringliche Anfrage

 

der Abg. Klubobfrau Svazek BA, Berger, Lassacher, Rieder, Dr. Schöppl, Stöllner und Teufl an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Stöckl betreffend das Personalmanagement in den SALK

 

 

Laut Einschätzungen der Österreichischen Ärztekammer besteht anhand aktueller Ärztestatistik dringender Handlungsbedarf im Gesundheitsbereich. Sowohl das Pflege- als auch das ärztliche Personal leisteten und leisten in der aktuellen Gesundheitskrise Übermenschliches. Nun stehen Pensionierungen an, andererseits wandern viele in Österreich und heimischen Krankenhäusern ausgebildete Ärzte ins Ausland ab.

 

Diesen Zustand untermauert auch eine aktuelle IMAS-Studie zum Meinungs- und Stimmungsbild unter Salzburger Spitalsärzten. 50 % der Ärzte sind mit – im Gegensatz zu den diversen Abteilungsleitungen – der Krankenhausleitung eher nicht bzw. überhaupt nicht zufrieden. Es fehlt laut Studie an Respekt sowie Unterstützung und Wertschätzung seitens der Krankenhausleitung. Die Salzburger Landeskliniken waren ebenso Teil der abgefragten Institutionen. Das durch die Studie gezeichnete Stimmungsbild untermauert die immer größer werdenden Herausforderungen am medizinischen Arbeitsplatz und sollte auch die Salzburger Landesregierung zum Tätigwerden animieren.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten gemäß § 78 Abs. 1 GO-LT die

 

dringliche Anfrage:

 

  1. Wie reagieren Sie als zuständiges Landesregierungsmitglied auf die steigenden Arbeitsbelastungen in Form von Personalmangel und somit immer weniger verbleibender Zeit für die Verrichtung der Tätigkeiten für das bestehende medizinische Personal?

 

  1. Welche Maßnahmen setzt die Krankenhausleitung in den SALK, um die Bindung und Identifikation des medizinischen Personals mit ihrem Arbeitgeber zu stärken und damit Fluktuation und Abwanderung zu verhindern?

 

  1. Wie interpretieren Sie die für die Krankenhausleitung – im Gegensatz zu den Abteilungsleitungen – negativen Bewertungen in der oben genannten IMAS-Studie und welche Schritte werden Sie diesbezüglich in den SALK setzen?

 

  1. Wird es in den SALK Anstrengungen von Ihrer Seite in Richtung Krankenhausleitung geben, um den offenbar herrschenden Mangel an Respekt und Wertschätzung gegenüber dem medizinischen Personal zu beheben?

 

  1. Wird es in den SALK eine interne Beschäftigung bzw. Aufarbeitung der Ergebnisse der IMAS-Studie mit dem Ziel geben, die identifizierten mangelhaften Bereiche zu verbessern?

 

 

Salzburg, am 7. Juli 2021

 

Svazek BA eh.

Berger eh.

Lassacher eh.

 

Rieder eh.

 

 

Dr. Schöppl eh.

 

Stöllner eh.

 

Teufl eh.