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Nr. 006-ANF der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(5. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Anfrage

 

der Abg. Thöny MBA und Mösl MA an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Schellhorn betreffend Seniorenwohnhäuser im Bundesland Salzburg

 

 

Immer wieder hören und lesen wir, dass in Seniorenpflegeheimen Betten gesperrt sind, weil das Personal fehlt. Dazu kommt, dass die Beschäftigten an ihre Belastungsgrenzen kommen, weil sie den Personalmangel kompensieren müssen. Sie „springen“ für andere Kollegen und Kolleginnen ein, wenn jemand ausfällt, übernehmen zusätzliche Rufbereitschaften und arbeiten als Teilzeitkräfte oft weit über die vereinbarte Stundenanzahl hinaus.

Vor allem aber fehlt es in den Seniorenwohnhäusern und –pflegeheimen an Diplompflegekräften. Es besteht die große Sorge, dass sich diese Situation noch verschärft, weil Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule nach Abschluss der Ausbildung bevorzugt im Krankenhaus arbeiten wollen und somit für die extramurale Versorgung nicht ausreichend Fachpersonal bereitsteht. Eine eigene Initiative für die Aufschulung der Pflegeassistenzkräfte zur Diplomkrankenpflegekraft könnte hier zielführend sein, jedoch auch nur dann, wenn die Ausbildungskosten nicht von den Assistenzkräften selbst getragen werden müssen.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten die

 

Anfrage:

 

  1. Welche Leerstände wurden bei der Befragung der Abteilung 3 zum Bettenleerstand in den Seniorenwohnhäusern rückgemeldet? (Es wird um Auflistung nach Anzahl der Gesamtbetten sowie der Anzahl des Leerstandes der jeweiligen Einrichtung ersucht.)

     

  2. Wie lautet die Begründung der einzelnen Einrichtungen für den Bettenleerstand?

 

  1. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen in den Einrichtungen? (Es wird um Auflistung nach Köpfen, VZÄ sowie Zuordnung nach Berufen und jeweiligen Einrichtung ersucht.)

 

  1. Welche konkreten Aktivitäten planen Sie als ressortzuständiges Regierungsmitglied, um die Personalsituation im Bereich der Langzeitpflege zu verbessern?

 

  1. Unterstützen Sie den Wunsch, der aus den Seniorenheimen und von den mobilen Diensten kommt, dass geeignete Pflegeassistentinnen und-assistenten zur Diplompflegekraft aufgeschult werden sollen?

 

  1. Wenn ja, in welcher Form?

     

  2. Wenn nein, warum nicht?

     

     

    Salzburg, am 23. Juli 2021

     

Thöny MBA eh.

 

Mösl MA eh.