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Nr. 064 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(5. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Klubobfrau Mag.a Dr.in Humer-Vogl, Scheinast und Heilig-Hofbauer BA betreffend die Einrichtung zusätzlicher Einsatzstellen in Salzburg für das Freiwillige Umweltjahr (FUJ)

 

 

Der Klimawandel und die Veränderung der Biodiversität werden diese und zukünftige Generationen massiv beeinflussen und besonders auf das Leben der heutigen jungen Menschen

einen starken Einfluss haben. Eine neue europaweite Umfrage im Auftrag der Menschenrechtsorganisation Südwind und 16 Partnerorganisationen aus 13 Ländern von April 2021 zeigt, dass Klimaschutz für 15- bis 35-Jährige das wichtigste Anliegen ist. In Österreich sehen 55 % der Befragten im Klimawandel die größte globale Herausforderung. Gleich danach rangiert die Umweltzerstörung mit 44 %.

 

Immer mehr dieser jungen Menschen wollen sich im Umweltbereich engagieren und einen Freiwilligendienst absolvieren. Die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP bietet in Österreich mit dem Freiwilligen Umweltjahr (FUJ) ein Projekt an, im Rahmen dessen junge Erwachsene ab einem Alter von 18 Jahren 6 bis 12 Monate in einem von derzeit über 60 gemeinnützigen Einsatzstellen in den Bereichen Umweltschutz und Umweltbildung, Natur- und Artenschutz, ökologische Landwirtschaft, Tierschutz, Entwicklungszusammenarbeit und Erneuerbare Energien praktische Erfahrungen sammeln können. Ziel ist es, die Bereitschaft junger Menschen für ein freiwilliges Engagement aufzugreifen und zu fördern. Mit dem FUJ wird neben ökologischem Bewusstsein auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt gefördert. Das FUJ kann seit 2013 auch als Zivildienstersatz geleistet werden. Die Einsatzdauer beträgt dabei 10 Monate. Begleitend dazu werden ein Lehrgang und spezielle Jugend-Umwelt-Projekte angeboten. Der Lehrgang umfasst die Schwerpunkte Berufsorientierung, Umweltbildung, Persönlichkeitsentwicklung und Social Skills sowie Projektmanagement und Exkursionen. Es gibt derzeit eine Einsatzstelle, nämlich das Holztechnikum Kuchl. Weitere mögliche FUJ-Stellen für Salzburg wären der Nationalpark Hohe Tauern sowie das Haus der Natur.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Salzburger Landesregierung wird ersucht, die Schaffung zusätzlicher FUJ-Einsatzstellen, wie beispielsweise im Nationalpark Hohe Tauern und im Haus der Natur, zu prüfen.

     

  2. Dieser Antrag wird dem Ausschuss für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

     

     

    Salzburg, am 6. Oktober 2021

     

Mag.a Dr.in  Humer-Vogl eh.

Scheinast eh.

Heilig-Hofbauer BA eh.