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Nr. 065 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(5. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Zweiter Präsident Dr. Huber, Klubobmann Egger MBA und Weitgasser betreffend Corona-Lotsen

 

 

Untersuchungen und Studien belegen, dass arme Menschen und prekär Beschäftige ein höheres Risiko haben, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Daten aus Großbritannien zeigen etwa, dass prekär Beschäftigte ein doppelt so hohes Risiko hatten, in der ersten Welle an einer COVID-19-Infektion zu sterben, da sie am Arbeitsplatz weniger gut geschützt waren.


Auch Menschen mit Migrationshintergrund, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, haben während der Corona-Pandemie mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen. Das Land Salzburg und die Bundesregierung versuchen mit Informationen in der jeweiligen Muttersprache alle, die in Österreich leben, mit Informationen zu erreichen.
Eine bundeseinheitliche Ausbildung zu „Corona-Lotsinnen“ und „Corona–Lotsen“ kann helfen, Multiplikatoren für bestimmte Zielgruppen zu gewinnen, die verlässliche Informationen an ihre Community weitergeben.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Salzburger Landesregierung wird ersucht, an die Bundesregierung mit dem Ersuchen heranzutreten, eine bundeseinheitliche Ausbildung zur „Corona-Lotsin“ bzw. zum „Corona-Lotsen“ auszuarbeiten und diese dann anzubieten.

     

  2. Dieser Antrag wird dem Sozial-, Gesellschafts- und Gesundheitsausschuss zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung zugewiesen.

 

 

Salzburg, am 6. Oktober 2021

 

Dr. Huber eh.

Egger MBA eh.

Weitgasser eh.