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Nr. 067 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages
(5. Session der 16. Gesetzgebungsperiode)

Antrag

 

der Abg. Klubobmann Egger MBA, Zweiter Präsident Dr. Huber und Weitgasser betreffend QR-Codes gegen Schaulustige

 

 

Schaulustige behindern Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei bei deren Arbeit und gefährden dadurch Menschenleben. Statt nach einem Unglück Hilfe zu leisten, wird viel zu oft die unschöne Szenerie bildlich und filmisch festgehalten. Gerade im Zeitalter von Social Media siegt trotz Strafe oft die Neugier und Sensationslust der Gaffer und es wird das Smartphone gezückt. Leider kommt es auch in Salzburg immer wieder zu Situationen, in denen Einsatzkräfte durch Schaulustige in ihrer Arbeit behindert oder sogar davon abgehalten werden.

 

Diesen Umstand jedoch macht sich nun die Berliner Johanniter-Unfall-Hilfe mit einer kreativen Idee zum Vorteil: in einem Pilotprojekt wurde an mehreren Fahrzeugen und der Ausrüstung der Einsatzkräfte ein Design angebracht, in dessen Muster QR-Codes eingearbeitet sind. Richtet eine Schaulustige / ein Schaulustiger nun ihre / seine Handykamera auf das Geschehen, so wird der QR-Code erkannt, automatisch ein Link geöffnet und es erscheint der Warnhinweis: „Stopp! Gaffen tötet! – Du behinderst Rettungskräfte und machst dich strafbar.“

 

Mit einem für Salzburg adaptierten Pilotprojekt ähnlich des Projektes in Deutschland könnten durch eine unmittelbare Bewusstseinsbildung und Abschreckung der Gaffer auch hierzulande die Rettungsdienste bei ihrer Arbeit entlastet und unterstützt werden.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterzeichneten Abgeordneten den

 

Antrag,

 

der Salzburger Landtag wolle beschließen:

 

  1. Die Salzburger Landesregierung wird aufgefordert zu prüfen, wie der Einsatz von QR-Codes gegen Schaulustige an Fahrzeugen und Ausrüstung der Salzburger Rettungsorganisationen im Sinne der Präambel auch in Salzburg implementiert werden kann und bei positivem Ergebnis dieser Prüfung diesen Einsatz schnellstmöglich als Pilotprojekt zu initiieren.

 

  1. Dieser Antrag wird dem Sozial-, Gesellschafts- und Gesundheitsausschuss zur weiteren Beratung, Berichterstattung und Antragstellung

     

 

 

 

Salzburg, am 6. Oktober 2021

 

Egger MBA eh.

Dr. Huber eh.

Weitgasser eh.