Schwerpunkt:

Alte Rauchkuchl samt Kobelherd, vor allem landwirtschaftliche Handwerksgeräte, Instrumente, Trachten, Jagdtrophäen; Messersammlung. Weitere Objekte: Bichlkapelle und Dorfmühle sowie Getreidekasten im Museumsgelände Reitfeld

Öffnungszeiten:

Mitte Mai bis Oktober: Mittwoch 13 - 16 Uhr. Auf Anmeldung für Gruppen auch gesonderte Öffnungszeiten möglich (ganzjährig - Anmeldung im Hotel Edelweiss).

Führungen:

Nach Anmeldung im Hotel Edelweiss möglich.
Von Mai bis Oktober jeden Mittwoch Krapfen backen der Großarler Bäuerinnen (Termine laut Veranstaltungskalender im TVB Großarltal, +43-6414-281).

Auskunft:

Hotel Edelweiss: +43 6414 300-0 (Anmeldung für Führungen) 
Tourismusverband Großarltal: +43 6414 281-0
Gemeindeamt: +43 6414 8898-0

 
 
 
Museumsfläche:
Etwa 125 m², Schauräume 100 m²
Gründungsjahr:
1972
Rechtsträger:
Museumsverein (Pächter und Besitzer des Großteils der Exponate), Fa. Hettegger Hotel Edelweiss GmbH (Besitzer des Gebäudes und einiger Exponate)
 

Das "Kößlerhäusl" nimmt unter den Museen im Land Salzburg sicherlich eine Sonderstellung ein. Es ist kein Museum mit zahlreichen Exponaten, sondern es ging vielmehr um die Erhaltung der für die Gegend typischen Wohnstätte einer Bergmannsfamilie aus dem 16. Jahrhundert.
Bemerkenswert ist, dass es gelungen ist, das eindrucksvolle Holzgebäude am alten Standort über Jahrhunderte hindurch bis zum heutigen Tag weitgehend im ursprünglichen Zustand zu erhalten.
Das aus frühester Zeit unveränderte Blockhaus ist dem Alter nach nicht genau bestimmbar, doch ist die Existenz der Bergknappenfamilie Kößler ab dem 16. Jh. nachweisbar. Das roh gezimmerte Kleinsiedlerhäuschen fasst Wohnen, Bergen und Einstallen in einem Gebäude zusammen.
Die Bergknappen hatten harte Zeiten zu überstehen. Die meist kinderreichen Familien mussten in Notzeiten, wenn es keine Beschäftigung im Kupferbergbau in Hüttschlag gab, mit den selbst erwirtschafteten Erzeugnissen ihrer äußerst spärlichen Landwirtschaft auskommen.

Um ein wahrheitsgetreues Bild der ärmlichen Lebensverhältnisse seiner einstigen Bewohner zu geben, wurde bei der Sanierung auf die Beibehaltung des ursprünglichen Zustandes geachtet. Eine besondere Sehenswürdigkeit stellt die alte Rauchkuchl mit den herabhängenden glänzenden Pechzähnen dar. Eine mächtige Herd-Ofen-Anlage mit Kobel, Sechtelherd und hölzernem Rauchabzug ist ebenfalls gut erhalten. Im Obergeschoss, im so genannten "Zimmer", sind zahlreiche alte bäuerliche Geräte aufgestellt. Im angebauten Kellergeschoss befindet sich ein Schauraum mit einer rund 2.000 Stück umfassenden Messersammlung sowie zahlreiche alte Schriften, Trachten, Musikinstrumente, etc. 

 
 
 
 
 
Rückfragen an: das jeweilige Museum
Änderungen an: Reinhold Bayer , Tel +43 662 8042 3066