Schwerpunkt:

Die Besiedelungsgeschichte Kuchls steht im Mittelpunkt der Dauerausstellung.
Bereits seit der Jungsteinzeit ist das Kuchler Tal besiedelt. Kelten und Römer waren sich der strategischen Bedeutung des Georgenbergs bewusst. Der hl. Severin wirkte in der frühchristlichen Kirche auf dem Georgenberg zwei seiner, in der Vita Sancta Severini beschriebenen Wunder.

Öffnungszeiten:

05.05. - 27.10.2019, Freitag bis Sonntag und Feiertage 15.00 - 18.00 Uhr

Führungen:

Nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich

Information:
Auskunft:

Museum: + 43 6244 30386, +43 664 73476284
Tourismusverband Kuchl: +43 6244 6227-0

 
Kustos / Kustodin:
Josef Pichler, Moos 56, 5431 Kuchl, Tel. +43 6244 7098 oder +43 664 4228130
 
Obmann / Obfrau:
DI Josef Pichler
 
Museumsfläche:
Etwa 160 m²
Gründungsjahr:
1960
Rechtsträger:
Marktgemeinde Kuchl
 

Die Marktgemeinde Kuchl, mit ihrem schönen Marktplatz, liegt direkt am Fuße des Hohen Göll ca. 30 km südlich der Stadt Salzburg. Sie ist leicht über die Autobahn - von Süden her ist die Abfahrt Golling zu nehmen - oder mit dem Zug (z.B. S3) zu erreichen.

Das im Jahre 1960 gegründete Museum wird seit 1990 vom Museumsverein Kuchl betreut. Die Sammlung erstreckt sich von prähistorischen, bronzezeitlichen, keltischen und römischen Artefakten bis hin zu bäuerlichen, handwerklichen und sakralen Gegenständen. Exponate der in Kuchl ansässigen Zünfte und historische Urkunden (wie z.B. Markterhebungsurkunden) runden die Sammlung ab.
Bereits seit der Jungsteinzeit ist das Kuchler Tal dauerhaft besiedelt. Das breite und flache Tal der Salzach, aus welchem der Georgenberg markant aufragt, war seit jeher ein beliebter Siedlungsplatz. Dass sich auf dem Georgenberg eine bronzezeitliche und danach keltische Höhensiedlung befand, ist unumstritten. Die heutige Kirche St. Georg steht über einer 1962/63 ergrabenen frühchristlichen Kirche. Erst vor kurzem ist es dem Museumsverein, im Zuge des Projektes „Archäologie Georgenberg“ in Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg, dem Bundesdenkmalamt und dem Salzburg Museum, gelungen nachzuweisen, dass es sich bei dieser frühchristlichen Kirche um jene Kirche handelt in welcher der hl. Severin seine, in der Vita Sancta Severini beschriebenen Wunder von Cucullae (röm. Name Kuchls) vollbrachte. Dass auch die Römer die Lage Cucullaes zu schätzen wussten, belegen zahlreiche Funde sowie römische Gutshöfe auf dem Kuchler Gemeindegebiet. Unter der heutigen Römerstraße verbirgt sich tatsächlich jene römische Reichstraße, die bereits in der Tabula Peutingeriana erwähnt ist und die vor ca. 2000 Jahren Juvavum (Salzburg) mit Aquillea an der oberen Adria verband. Die Tabula Peutingeriana ist eine antike Straßenkarte in der alle wichtigen Verbindungsstraßen des römischen Imperiums dargestellt sind.
Im frühen Mittelalter war der Georgenberg noch Sitz der Herren von Kuchl. Im 10./11. Jhdt. wurde der Markt Kuchl an seinem heutigen Standort gegründet.

Neben ein- bis zweijährlich wechselnden Sonderausstellungen werden im Museum Kuchl zahlreiche Exponate aus allen oben angeführten Epochen anschaulich präsentiert und die Siedlungsgeschichte Kuchls ausführlich beschrieben. Hervorzuheben ist zudem die interaktive Faksimile der Tabula Peutingeriana in Originalgröße. Ein weiteres Highlight bildet das ca. 2 x 4 m und ca. 80 cm hohe 3D-Relief des Gebirgszuges des Hohen Göll.
Das sogenannte „Kuchler Bürgerbuch“ enthält die Namen sämtlicher Kuchler Bürgermeister sowie Aufzeichnungen zu wichtigen Ereignissen von 1584 bis 1928 und ist im Bereich der jüngeren Geschichte Kuchls ausgestellt. Bäuerliche Handwerks- und Alltagsgegenstände und sakrale Kunstobjekte runden die Präsentation der Kuchler Geschichte ab.

Salzburger Museumsschlüssel 2007 und 2014 wurde dem Museum der Anerkennungspreis des Salzburger Museumsschlüssels verliehen.

 

Vermittlungsangebote
Spezielle Führungen für Schulen auf Anfrage

 
 
 
 
Rückfragen an: das jeweilige Museum
Änderungen an: Reinhold Bayer , Tel +43 662 8042 3066