Mattsee | Stiftsmuseum Mattsee © Josef Sturm, Stiftsmuseum Mattsee
 
Schwerpunkt:

Historische Räume. Sakrale Kunst.
Dies ist kein Museum im gewöhnlichen Sinn. Es zeigt in den Räumen, in denen noch bis 1972 die Pröpste gewohnt und gewirkt haben, Gegenstände wie Bilder, Möbel, Tafelgeschirr, mit denen gelebt und gefeiert worden ist. Alles hat seine eigene Geschichte, die bei Führungen zum Leben erwacht. Ebenso die Schatzkammer mit Silber und Gold, die Bibliothek, die Straßburger Uhr oder die Dokumentation zum Mattseer Exil des Ungarischen Kronschatzes. Weitere Räume sind  Anton Diabelli, Burghard Breitner und Vinzenz Schreiner gewidmet.

Öffnungszeiten:

Juni, Juli, August: Mittwoch, Freitag und Samstag von 15.00 - 17.00 Uhr.
Besichtigung nach telefonischer Vereinbarung ganzjährig möglich.

Führungen:

Jeden 1. Sonntag im Juli, August und September Sonntagsführungen um 11.00 Uhr. Nach telefonischer Vereinbarung ganzjährig möglich.

Information:

www.stiftmattsee.at/de/museum/index.asp

2019 Sonderausstellung "100 Jahre Frauenwahlrecht"

Neue Attraktionen  im Stiftsmuseum ab 2019
Bruderschaftsurkunde der Maria-Trost-Bruderschaft von 1853
1700 wurde der nördliche Seitenaltar in der Stiftskirche Mattsee, ein „Bruderschaftsaltar Maria Trost“, errichtet. Gegründet wurde die Bruderschaft im Jahr 1689.
Museumsleiter Josef Sturm konnte vor einigen Monaten ein wertvolles und interessantes Zeugnis zur Geschichte des Stiftes Mattsee für das Stiftsmuseum, über Dr. Gerhard Huber (Salzburg), der es bei einem Antiquariat in Laufen ausfindig gemacht hatte, erwerben.

Älteste Urkunde auf Salzburger Boden, ausgestellt am 8. Mai 860
Original im Stiftsarchiv Mattsee, Faksimile im Stiftsmuseum zu sehen: König Ludwig der Deutsche (843-876) schenkt dem Kloster Mattsee (Matheseum) auf Bitte des Bischofs Erchanfrid von Regensburg zwanzig Güter in der Nähe von Pitten (im heutigen Niederösterreich), vermutlich zur Unterstützung der von Mattsee aus betriebenen Ostmission.

Auskunft:

Tel. +43 6217 5202 oder +43 664 2027134

 
Kustos / Kustodin:
Josef Sturm, +43 664 2027134
 
 
Museumsfläche:
600 m², Schauräume 450 m²
Gründungsjahr:
1977
Rechtsträger:
Collegiatsstift Mattsee
 

Aus der über 1200-jährigen Geschichte der Tassilo-Gründung (anfangs ein Benediktinerkloster, heute das älteste noch bestehende weltpriesterliche Collegiatstift in Österreich) konnte trotz kriegerischer oder wirtschaftlicher Schicksalsschläge erstaunlich viel in unsere Tage gerettet werden: Urkunden, die Bibliothek, liturgische Geräte, Kunst- und Gebrauchsgegenstände, die von gelehrten und kunstsinnigen Dekanen und Kanonikern in Auftrag gegeben worden waren. Ein Teil davon ist zu besichtigen, die Archivalien und die Gemäldesammlung mit dem Spitzenstück von Johann Michael Rottmayr; das eingerichtete Audienz- und Tafelzimmer der "Propstei", woraus das Portrait Erzbischof Leopold Firmians von seinem Hofmaler J. Zanusi sowie das respektable Tafelgeschirr aus Zinn und Silber hervorzuheben sind.
Das älteste Stück der Schatzkammer ist das Bittgangskreuz (um 1520), das auffallendste die gotisierende Monstranz mit Renaissanceelementen (um 1600). Der Kelch von 1725 fungiert nunmehr auch als Wahlurne des Kapitels. Den Großteil des barocken Kirchensilbers hat Dekan Johann Sebastian Wisinger (1680-1723) angeschafft. Den gezeigten Schmuck hat der erzbischöfliche Pfleger Christoph Pauernfeind von Eyß nach dem Tod seiner Frau gestiftet.
In der Bibliothek sind nicht nur über 3200 Bücher, sondern auch die "Astronomische Uhr" aufgestellt. Im so genannten "Kapellenzimmer" befinden sich Barock- und Rokoko-Plastiken aus den Mattseer Kirchen und Kapellen.
Weiters stehen Besuchern und Veranstaltern der Große und der Kleine Kapitelsaal offen, mit den reizenden Stuckdecken und dem Kachelofen, welche die vier Jahreszeiten bzw. den Stiftspatron St. Michael zum Thema haben.
Seit der Bajuwarenausstellung 1988 befindet sich eine Nachbildung des Tassilokelches (8. Jh.) im Stiftsmuseum. Eine Dokumentation über den kurzfristigen Verbleib der ungarischen Stephanskrone und des Kronschatzes 1945 in Mattsee ist im Stiegenaufgang zur Bibliothek zu sehen.
Ein Raum ist auch dem Komponisten und Musikverleger Anton Diabelli (1781-1859) gewidmet, dessen Geburtshaus sich in Mattsee dem Stift gegenüber befindet.
Ein weiterer Raum ist Gedenkstätte des "Engels von Sibirien", Primarius Dr. Burghard Breitner, eines gebürtigen Mattseers, der durch seine humane Gesinnung und Tat in Österreich und darüber hinaus bekannt war (gest. 1956).
Im ehemaligen Oratorium stellt Vinzenz Schreiner seine Werke aus.

Salzburger Museumsschlüssel 2017 Dem Stiftsmuseum Mattsee wurde 2017 der Anerkennungspreis des Salzburger Museumsschlüssels verliehen.

 
 
 
 
 
Rückfragen an: das jeweilige Museum
Änderungen an: Reinhold Bayer , Tel +43 662 8042 3066