Schwerpunkt:

Heimatmuseum: Teil einer alten Schulstube im alten Schulhaus; Bauernhofmodelle und bäuerliches Gerät. Mundartarchiv: Österreichische Mundartliteratur und Mundartunterlagen

Öffnungszeiten:

Heimatmuseum: Montag bis Freitag 8 - 11 Uhr oder nach tel. Vereinbarung, Mundartarchiv: Nach telefonischer Vereinbarung

Führungen:

Heimatmuseum, auf Anfrage

Auskunft:

Tourismusverband: +43 6241 222-15
Gemeindeamt: +43 6241 222

 
Kustos / Kustodin:
Erika Rettenbacher, 5423 St. Koloman, Am Dorfplatz 103, +43 6241 225
 
 
Museumsfläche:
Heimatmuseum: Etwa 80 m², ein Schauraum; Mundartarchiv: Etwa 26 m², ein Schauraum
Gründungsjahr:
Heimatmuseum: 1967, Mundartarchiv: 1967
Rechtsträger:
Gemeinde St. Koloman
 

Als im Jahre 1967 die Volksschule in das neue Gebäude übersiedelte, legte der damalige Leiter der Volksschule, Direktor August Rettenbacher großen Wert auf die Einrichtung einer "Schulheimatstube". Im eigens dafür geschaffenen Ausstellungsraum im Mitteltrakt der Schule wurden seltene Handwerkszeuge, bäuerliches Gerät und sonstige seltene Gegenstände gesammelt und ausgestellt. Im Jahre 1984 wurde dann unter maßgeblicher Leitung von Erika Rettenbacher, der Tochter von Prof. August Rettenbacher, im ehemaligen "Alten Schulhaus" ein neues Heimatmuseum eingerichtet. Dabei konnte die Ausstellungsfläche ausgeweitet und so das Angebot an Exponaten verbessert werden.
Schon seit den 60er Jahren beschäftigte sich Prof. Rettenbacher mit der "Taugler Mundart". Er sammelte alte, selten gehörte Mundartbegriffe und bewahrte sie so für die Zukunft. Außerdem stellte er sich mit vielen eigenen Werken - Gedichte, Lebensgeschichten, Mundartmessen und Lieder - der Öffentlichkeit als Mundartdichter vor. Ihm zu Ehren wurde von der Gemeinde St. Koloman unter tatkräftiger Mitwirkung der Gattin von Prof. Rettenbacher, Frau SR Barbara Rettenbacher-Höllwerth, das "Professor-August-Rettenbacher-Mundartarchiv" eingerichtet. In diesem Archiv befindet sich eine große Sammlung von Mundartbüchern, Lebensbilder der Mundartschaffenden, grammatikalische Unterlagen, Mundartwortsammlungen aus verschiedenen Gebieten und einige Dissertationen über Mundart. Außerdem wurde eine ortskundige Stoffsammlung über St. Koloman angelegt.
1993 wurde mit der Generalsanierung des "Alten Schulhauses" mitten am Dorfplatz in St. Koloman begonnen; nach Fertigstellung der Arbeit wurde das Heimatmuseum im denkmalgeschützten Dachboden des Hauses und das Mundartarchiv im ersten Obergeschoss eingerichtet.

Wer nach einem Museumsbesuch noch die Gegend rund um St. Koloman kennenlernen möchte, kann dies bei einem sehr angenehmen und schönen Rundgang auf einem der unzähligen Wanderwege tun. Die Sankt Kolomaner Gastronomie ist aber auch gerne bereit, nach einem Museumsbesuch für eine Stärkung zu sorgen.

 
 
 
 
 
Rückfragen an: das jeweilige Museum
Änderungen an: Reinhold Bayer , Tel +43 662 8042 3066