Schwerpunkt:

Thomas-Bernhard-Ausstellung, Archäologie, Bergbau-Mineralien, Volkskultur, Protestanten, Bienen
Das Seelackenmuseum ist Teil des Geopark Erz der Alpen.

Öffnungszeiten:

1.  Mai bis 26. Oktober: Sonn- u. Feiertag 10-12 und 13-16 Uhr, Mittwoch 13-16 Uhr (Juni bis September auch 10-12 Uhr); letzter Einlass 15.30 Uhr. Für Gruppen nach Vereinbarung.

Führungen:

Während der Öffnungszeiten und auf Anfrage

Information:

Vorträge, Kurse, Wanderungen, Mühle in Betrieb, Filme über Volkskultur, Konzerte, Lesungen und Sonderausstellungen. Die Stube, Rauchkuchl und der Wappensaal werden für Produktpräsentationen und Seminare an Firmen und Institutionen auch vermietet.

Auskunft:

www.seelackenmuseum.at | Museum: +43 6415 5177 | Tourismusverband: +43 6415 7488

 
Kustos / Kustodin:
Edeltraud Pirnbacher +43 660 1228855
 
Obmann / Obfrau:
Ing. Heinz Krenn, Lindenweg 16, 5621 St. Veit i. Pg., +43 664 73237586
 
Museumsfläche:
Etwa 764 m², Schauräume 654 m²
Gründungsjahr:
1988
Rechtsträger:
Museumsverein St. Veit im Pongau | Museumsweg 1 | 5621 St. Veit i. Pg.
 

Das "Seelackenmuseum" im Kurpark auf der Sonnenterrasse in St. Veit im Pongau besteht derzeit aus dem Wallnerbauernhaus mit Holzbrotbackofen, Troadkasten, Kuchlgarten, Bienenschaukasten und der Seelackenmühle. Das Wohnspeicherhaus ist ein charakteristisches Pongauer Bauernhaus. Es wurde 1738 in Schwarzach, Gemeinde St. Veit, erbaut, 1988 abgetragen, 1992 in St. Veit wieder aufgebaut und 1994 eröffnet. Die große Bauernstube mit der schönen alten Holztramdecke, dem Kachelofen und die Rauchkuchl geben einen Einblick in die bäuerliche Wohnkultur und in die Arbeitswelt unserer Vorfahren. Die oberschlächtige Seelackenmühle wird mit Wasser über ein Mühlrad angetrieben und wurde 1991 eröffnet.
Eine Besonderheit ist die ständige Thomas-Bernhard-Ausstellung. Der Schriftsteller kam nach St. Veit als Patient in die Lungenheilstätte Grafenhof. Über diesen Aufenthalt schrieb er den autobiographischen Roman "Die Kälte - eine Isolation". Er lernte dort auch seinen "Lebensmenschen" Hedwig Stavianicek und Prof. Rudolf Brändle, eine "Zeugenfreundschaft", kennen. Fast drei Jahrzehnte war St. Veit auch sein Urlaubsort. In den zwei Räumen, die dem vielfach unbequem empfundenen Schriftsteller gewidmet sind, wird seine Beziehung zu St. Veit im Pongau dargestellt. Fast alle seiner zum Teil in 18 Sprachen übersetzten Werke sind im Museumsbesitz.
Die mineralogische Abteilung beherbergt Funde aus der Pinzgauer und Pongauer Grauwackenzone (Dientner Grasberge), die z. T. aus heimgesagten Kupferbergwerken stammen. Kupferkies, Fahlerz und deren Sekundärmineralien Azurit und Malachit und die aus dem St. Veiter Bergbau stammenden, in 400 Jahren gewachsenen Aragonite (Eisenblüte), stellen einen Ausschnitt aus der mineralogischen Vielfalt dar.
Den mittelalterlichen und urgeschichtlichen Bergbau und die Metallurgie zeigen Rekonstruktionen des Abbaues mit Feuersetzen, Aufbereitung und Verhüttung. Schon vor 4000 Jahren erfolgte der Abbau von Kupfererzen in Mitterrainberg und am Klocker. Einige Funde vermitteln neben bildlichen Darstellungen einen Einblick in die Arbeit jener frühen Zeit.
Die Lebensweise der urgeschichtlichen Bevölkerung von Alt-St. Veit, besonders der Sonnfeldsiedlung und Klingelberg, sollen Funde und Befunde aus älteren und jüngeren Grabungen dokumentieren. Koch- und Vorratstöpfe, Gewandnadeln, eine Fibel und ein Dolch der St. Veiter Urbevölkerung werden in Vitrinen vorgestellt. Auch die ältesten in einem Bergbau in Mitteleuropa gefundenen Knochen werden in einer Vitrine gezeigt. Das Gräberfeld von Schernberg wird durch Abbildungen und die versuchte Rekonstruktion eines Brandgrabes mit Urne dokumentiert. Durch sie sollen Bestattungsart und Glaubenswelt aus der Mitte des 2. Jahrtausend v. Chr. nähergebracht werden.
Am Bienenschaukasten kann durch ein Glas das Leben und Treiben in einem Bienenvolk betrachtet werden.

 

 

Logo Österreichisches Museumsgütesiegel   Das Museum ist Träger des Österreichischen Museumsgütesiegels.         

 

Vermittlungsangebote (nur auf Anfrage)

Programm 1: Mein Lieblingsstück
Eine Erkundungsreise im Museum zum Schauenlernen und Kennenlernen (für alle Schulstufen bei einem ersten Museumsbesuch geeignet).

Alter: 1. - 4. Schulstufe
Dauer: 1 Stunde

Programm 2: Fundstücke erzählen
Kupferbergbau: Arbeitsweise der ersten Bergleute. Archäologische Funde aus der Bronzezeit. Rekonstruktion von Gefäßen, Anfertigen von Lochbeilen und Pfeilspitzen aus Speckstein, Nachbildung von Schmuck aus Kupferfolie.
Alter: Ab der 4. Schulstufe
Dauer: ca. 2,5 Stunden

Programm 3: Mühle und Backofen - wie sie funktionieren
Wissenswertes über Getreide: Anbau, Sorten, Lagerung (Troadkasten, Truhen). Es wird selber Brot gebacken und ein einfaches Mühlrad gebastelt.
Alter: Ab der 3. Schulstufe
Dauer: 3 Stunden

Anmeldung: Mindestens zwei Wochen vor Besuch, Hilde Brandstetter, hilde.brandstetter@gmail.com, Tel. +43 650 3429331

 
Barrierefreier Zugang
                                   
 
 
 
Rückfragen an: das jeweilige Museum
Änderungen an: Reinhold Bayer , Tel +43 662 8042 3066