Unken | Festung Kniepass © Museumsverein Festung Kniepass
 
Schwerpunkt:

Ausstellung Felsritzbilder

Öffnungszeiten:

Derzeit nur nach vorheriger Anmeldung (Unken Info, Tel. +43 6589 4202)

Führungen:

Nach vorheriger Anmeldung!

Auskunft:

Tourismusverband Lofer: +43 6589 4245
Gemeinde: +43 6589 4202-0, Fax -24

 
 
Obmann / Obfrau:
Mag. Hubert Lohfeyer, Gemeindeamt, Niederland 147, 5091 Unken, Tel. +43 6589 4202-21, +43 664 2767992
 
Museumsfläche:
Etwa 280 m², Schauräume 250 m²
Gründungsjahr:
1991
Rechtsträger:
Museumsverein Festung Kniepass
 

Die Festung Kniepass, um 1350 erstmals urkundlich erwähnt, wurde an der Grenze des Erzstiftes Salzburg zum Herzogtum Bayern vom Landesfürsten Erzbischof Paris Lodron auf einer kleinen Rückfallkuppe über der Saalach errichtet. An dieser kleinen Sperranlage führte jahrhundertelang der einzige, einigermaßen begehbare Verbindungsweg vom Reichenhaller Becken in den Pinzgau vorbei. Hier konnte man damals leicht unerwünschten Eindringlingen den Eintritt verwehren und den Warenverkehr kontrollieren. Heute liegt diese kleine Festungsanlage, die seit dem Dreißigjährigen Krieg nicht mehr umgebaut wurde, etwas abseits der durch die Kniepaß-Schlucht führenden, jetzt ausgebauten Straße. Man kann sie jedoch von dem am Fuße der Festung liegenden Parkplatz auf einem schattigen Fußweg leicht erreichen.

Durch den Torturm betritt man das von einer massiven Steinmauer umgebene kleine Festungsareal. Von hier kann man die schöne Aussicht auf das Unkener Becken und das Schloss Oberrain genießen.  Während der Franzosenkämpfe 1800-1809 besetzten Tiroler und Pinzgauer Verteidiger dieses Sperrfort. Später diente dieses Gebäude Waldarbeitern zur Unterkunft. 1965 zogen die letzten Bewohner, ein betagtes Ehepaar, aus Altersgründen aus.

Im Jahre 1988 entschloss sich die Eigentümerin Salzburger Landesregierung zu einer musealen Nutzung, die Eröffnung erfolgte 1991. Die Sammlung umfasst archäologische Funde der Altsteinzeit, der Bronzezeit, der Hallstattzeit und der Römerzeit. des unteren Saalachtals.  Die Steinklingen (ca. 10.000 v. Chr.) vom Oberrain Kogel in Unken zählen zu den ältesten Funden der Humangeschichte Salzburgs. Militaria aus den Franzosenkriegen im Raum Unken bilden den neuzeitlichen Bestand. Als Dauerausstellung sind "Felsritzbilder im unteren Saalachtal" zu sehen. In einem weiteren ausgebauten Ausstellungsraum werden seit 1994 Wechselausstellungen gezeigt. 

 
 
 
 
 
Rückfragen an: das jeweilige Museum
Änderungen an: Reinhold Bayer , Tel +43 662 8042 3066